Lebenswerte Städte bieten Chancen für alle

MIL OSI – Source: Deutschland Bundesregierung –

Headline: Lebenswerte Städte bieten Chancen für alle

Weltweit leben immer mehr Menschen in Städten. Bei der Umsetzung der Klima- und Entwicklungsziele spielen Städte eine entscheidende Rolle. Auf dem Deutschen Habitat Forum diskutieren am 1. und 2. Juni Experten aus aller Welt darüber, was Städte zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können.

Vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern nimmt die Verstädterung rasant zu. Hier: Nairobi.
Foto: picture alliance / Charles Bowman

Entwicklungsminister Gerd Müller und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller haben das Deutsche Habitat Forum in Berlin eröffnet.

Angesichts des weltweit rasant zunehmenden Städtewachstums betonten beide die Schlüsselrolle der Städte bei der Bekämpfung von Armut sowie beim Umwelt- und Klimaschutz. Städte müssten noch stärker als Akteure für Zukunftsentwicklung anerkannt und unterstützt werden, forderten sie. “Lebenswerte Städte bieten Entwicklungschancen für alle Einwohner auf unserem Planeten, ob reich oder arm”, so Minister Müller.

Organisiert wird das Deutsche Habitat Forum vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Senat von Berlin und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik. Mehr als 1.000 Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kommunen aus aller Welt nehmen teil. Das Forum dient der Vorbereitung des Weltsiedlungsgipfel Habitat III. Der Gipfel findet im Oktober in Ecuadors Hauptstadt Quito vor dem Hintergrund der nachhaltigen Entwicklungsziele statt.

“Städte sind Orte großer Innovationskraft”

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt bereits in Städten. Bis 2050 werden es zwei Drittel sein. 75 Prozent aller CO2-Emissionen werden in Städten verursacht. Die Verstädterung nimmt vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern weiter rasant zu: 2030 wird es dort mehr als 3,9 Milliarden Stadtbewohner geben.

Der Minister forderte, gemeinsam mit den Städten Lösungen zu erarbeiten. Es gehe um menschenwürdigen Wohnraum, bessere Stadtluft sowie effiziente und umweltfreundliche Verkehrssysteme. Auch die Versorgung mit Wasser und Energie sowie die Entsorgung von Müll und Abwasser spielten eine Rolle. “Solche Städte sind Orte großer Innovationskraft, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Strahlkraft”, so der Minister.

Neue Mobilitäts-Initiative der Bundesregierung

Minister Müller kündigte für Habitat III eine neue Mobilitäts-Initiative der Bundesregierung an. Sie soll Anstöße für eine globale Verkehrswende geben. Im Mittelpunkt steht dabei eine sozial verträgliche, innovative und klimafreundliche Verkehrsentwicklung in Entwicklungs- und Schwellenländern.

“Gerade in den rasant wachsenden Städten in den Entwicklungsländern ist die Gefahr groß, dass durch unkontrollierten Autoverkehr, hohe Luftverschmutzung und unzureichende Stadtplanung einmal erreichte Entwicklungsfortschritte wieder verloren gehen.” Es sei wichtig, dass Städte voneinander lernten und Know-how austauschten. “Ein wichtiger Hebel dafür sind kommunale Partnerschaften, die ich noch stärker ausbauen möchte”, betonte Müller.

Mittwoch, 1. Juni 2016

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