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Ein guter Tag im Museum

By   /   February 15, 2017  /   Comments Off on Ein guter Tag im Museum

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Ein guter Tag im Museum

Was sagen die Beteiligten nach einem ersten Treffen im Februar, bei dem das Thema Demenz für die Weiterentwicklung von Museumsangeboten in den Blick genommen wurde?  Was braucht ein Museum, um »demenzsensibel« zu sein?Auf jeden Fall: keine Angst! Dr. med Michael Schifferdecker, Arzt für Psychiatrie und Neurologie, plädiert in seinem Vortrag mehrfach dafür: »Wir brauchen keine Angst vor Menschen mit kognitiven Veränderungen zu haben«. Wichtig sei es, Menschen mit Demenz zu validieren, d.h. ihre Realität für gültig zu erklären. Anstatt den Betroffenen zu korrigieren oder ihm zu widersprechen, soll sich die Vermittlerin auf seine Wirklichkeit einlassen.Was ist das Ziel von Angeboten für Menschen mit Demenz?»Wir wollen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zurück ins gesellschaftliche Leben holen. Das Museum muss die Möglichkeit bieten, dass man auffallen darf.«, sagt Irmgard Schifferdecker von Max Ernst Museum des LVB in Brühl. Oft ist es die Scham der Angehörigen, durch das Verhalten des Menschen mit Demenz in der Öffentlichkeit negativ aufzufallen, die dazu führt, dass sich betroffene Paare und Familien aus dem kulturellen Leben zurück ziehen. Museen als öffentliche Orte bieten dennoch genug Schutz- und Rückzugsraum, um eine kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.Was ist besonders an Führungen für Menschen mit Demenz?»Wenn Museen Führungen für Menschen mit Demenz anbieten, geht es dabei nicht um Wissensvermittlung«, sagt Irmgard Schifferdecker. »Das primäre Ziel einer Veranstaltung für Menschen mit Demenz ist es, einen guten und schönen Nachmittag zu verbringen«. Dass allein »ein guter und schöner Nachmittag« Hauptziel der Vermittlungsarbeit sein kann, nimmt vielen Vermittlerinnen und Vermittlern den Druck, Wissen weiter geben zu müssen. Weitere Informationen dazu gibt es im Interview mit Mareike Ballerstedt, Museum für Hamburgische Geschichte.Welche Kompetenzen braucht eine Vermittlerin/ein Vermittler im Umgang mit Menschen mit Demenz?Authentizität, Gelassenheit, Sensibilität, Empathie, Offenheit, Flexibilität, Unvoreingenommenheit – die Aufzählung geht weiter. In Arbeitsgruppen sammelten die Vermittlerinnen und Vermittler diejenigen Fähigkeiten, die sie bei ihrer Arbeit mit Menschen mit Demenz am besten gebrauchen können. Und welche besonderen Fähigkeiten bringen Menschen mit Demenz mit?Neugier, Offenheit, einen anderen Blick, das Zulassen von Sinnlichkeit – auch zu den Kompetenzen ihrer Teilnehmer tauschten sich die Vermittlerinnen und Vermittler aus. Deutlich wurde: Bei Angeboten für Menschen mit Demenz stehen die Ressourcen der Teilnehmer im Vordergrund.Informationen zu den Projekten und Referenten, die den Fachtag am 6. Februar mitgestaltet haben, finden Sie unter nachfolgenden Links.Museumsdienst Hamburg  Max Ernst Museum des LVB  Konzerte für Menschen mit Demenz, Ensemble Resonanz  Weitere Partner des Fachtags waren:
Konfetti im Kopf  Hamburgische Brücke 

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