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Viele Deutsche wollen helfen, können aber nicht

By   /   February 15, 2017  /   Comments Off on Viele Deutsche wollen helfen, können aber nicht

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Viele Deutsche wollen helfen, können aber nicht

Die repräsentative Umfrage, die Forsa im Januar 2017 im Auftrag der Körber-Stiftung durchgeführt hat, zeigt:
Bei vielen Berufstätigen liegt eine große Engagement-Reserve brach: Von denjenigen, die derzeit nicht ehrenamtlich tätig sind (66 Prozent), würde sich etwa die Hälfte grundsätzlich gerne engagieren (52 Prozent). »Ein großer Teil der Erwerbstätigen in Deutschland ist nicht ehrenamtlich tätig, prinzipiell engagementbereit, könnte ein Engagement aber schlecht mit dem Job vereinbaren«, sagt Dr. Jochen Sunken, Programm-Manager bei der Körber-Stiftung. »Hier liegt großes Potenzial für die Gesellschaft. Ich sehe vor allem die Arbeitgeber in der Pflicht, mehr Freiraum für ein Engagement zu schaffen, zum Beispiel durch flexible Arbeitszeiten.«
Andererseits sind 34 Prozent, ein Drittel der Erwerbstätigen in Deutschland, in ihrer Freizeit bereits ehrenamtlich engagiert. Die Mehrheit von ihnen (77 Prozent) gibt an, dass sie ihr Engagement zeitlich gut mit ihrer Berufstätigkeit vereinbaren können. Die anderen 23 Prozent engagieren sich, obwohl sich ihr Ehrenamt zeitlich weniger gut bzw. schlecht mit der Berufstätigkeit vereinbaren lässt.
Ein Drittel aller Befragten (32 Prozent) gibt darüber hinaus an, dass ihr Arbeitgeber Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt und fördert, die sich ehrenamtlich engagieren bzw. engagieren möchten. Jeder fünfte Erwerbstätige wird bereits durch flexible Arbeitszeiten (21 Prozent) und die Möglichkeit von Freistellungen (20 Prozent) unterstützt. 16 Prozent aller Berufstätigen bekommen von ihrem Arbeitgeber Informationen, wo und wie sie sich ehrenamtlich engagieren können.
»Wir wissen aus unseren früheren Umfragen, dass die gewünschte wöchentliche Arbeitszeit deutlich unter der tatsächlich geleisteten liegt«, so Andreas Geis, Leiter des Fokusthemas »neue Lebensarbeitszeit« bei der Körber-Stiftung. »Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffen 6 Stunden und 18 Minuten. Wir können davon ausgehen, dass die Menschen zumindest einen Teil dieser gewünschten arbeitsfreien Zeit für Engagement einsetzen würden. Denn 49 Prozent der Erwerbstätigen ist es wichtig oder sehr wichtig, sich gesellschaftlich zu engagieren.«
Mit dem Fokusthema »Neue Lebensarbeitszeit« fragt die Körber-Stiftung, wie wir in der Zeit des langen Lebens arbeiten wollen – und wie lange. Die Stiftung plädiert dafür, die demografische Chance einer längeren Lebenszeit zu nutzen, um unsere dicht getakteten Berufsbiografien zu entzerren. Die entstehenden Freiräume können für Familie, Weiterbildung, aber auch ehrenamtliches Engagement genutzt werden.Pressemitteilung und Umfrageergebnisse
Kampagne »Neue Lebensarbeitszeit – Zeit für Engagement«

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