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Erfolgreiche Preisverleihung in Moskau trotz Behinderungen

By   /   April 27, 2017  /   Comments Off on Erfolgreiche Preisverleihung in Moskau trotz Behinderungen

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Erfolgreiche Preisverleihung in Moskau trotz Behinderungen

Seit fast 20 Jahren wird der russische Geschichtswettbewerb für Schülerinnen und Schüler von der historischen Gesellschaft von Memorial ausgerichtet. Hintergrund für die aktuellen Behinderungen ist der wachsende Druck auf die Arbeit von Memorial, die seit kurzem als sogenannter »ausländischer Agent« in ihren Projekten beeinträchtigt wird.
Im übervollen Theatersaal würdigten eine große Zahl hochrangiger Vertreter aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Leistungen der Schülerinnen und Schüler und ihrer betreuenden Lehrer bei dieser 18. Wettbewerbsrunde. Unter ihnen beispielsweise die vielfach ausgezeichnete russische Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja, die der Jury des Geschichtswettbewerbs vorsteht, der Direktor des Nikitskie Gate Theaters Mark Rozowsky, die langjährige Förderin des Wettbewerbs und wichtige intellektuelle Stimme Russlands Irina Prochorowa, der Filmregisseur Pavel Loungin und viele mehr. Moderiert wurde die Veranstaltung von den russischen Filmstars Viktoria Tolstoganova und Maxim Vitorgan.
Auch der deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger Freiherr von Fritsch, würdigte das Engagement der Schüler und die Arbeit von Memorial mit Anleihen an Friedrich Nietzsche, als er die Schüler aufforderte, auch dann genau hinzusehen, sollten sich Erinnerung und Stolz bei der Beschäftigung mit der Vergangenheit einmal in die Quere kommen, etwa wenn Schüler bei ihrem Projekt auch mit weniger ruhmvollen Ereignissen in Berührung kommen.
Bei der Preisverleihung wurden die besten 43 Wettbewerbsprojekte mit Preisen in vier verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Im Foyer des Theaters präsentierten die Schülerinnen und Schüler vor dem offiziellen Festakt ihre Arbeiten in einer Posterausstellung. Persönliche Perspektiven auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts präsentierten sie zudem in Filmen, einer historischen Nachrichtensendung sowie in kurzen Theaterszenen, die sie gemeinsam im Rahmen eines vorausgegangenen Workshops in Moskau zusammen mit Künstlern und Pädagogen erarbeitet hatten.
Irina Scherbakowa, die Leiterin des russischen Geschichtswettbewerbs, zeigte sich sehr erfreut über die fast 2.000 Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr beim Wettbewerb mitgemacht haben. »Diese Zahl zeigt, dass sich Schüler, Lehrer und Eltern nicht von den Diffamierungen des Wettbewerbs und den Angriffen auf die Veranstaltung im letzten Jahr haben einschüchtern lassen.«
In ihrem Grußwort lud Katja Fausser, die Leiterin des EUSTORY-Netzwerks, alle russischen Preisträger ein, sich auch grenzüberschreitend mit Geschichte zu befassen und sich für eine Teilnahme an der kommenden europäischen Jugendbegegnung von 100 EUSTORY-Preisträgern aus den mehr als 20 nationalen Geschichtswettbewerben des Netzwerks zu bewerben. »Seid neugierig und nutzt den EUSTORY Next Generation Summit im Oktober 2017 in Berlin, um Geschichte mit Jugendlichen aus anderen Ländern zu diskutieren.«
Details über die Einschüchterungsversuche rund um die Preisverleihung in Moskau enthält eineMeldung  von Memorial.

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