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Irland ist neues EUSTORY-Mitgliedsland

By   /   May 30, 2017  /   Comments Off on Irland ist neues EUSTORY-Mitgliedsland

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Irland ist neues EUSTORY-Mitgliedsland

Paul Flynn, Wissenschaftler an der School of Education der Universität Galway, stellte in seiner Präsentation in Lissabon vor, welche Lücke das im Jahr 2015 gestartete Projekt »Breaking the S.E.A.L. Student Engagement with Archives for Learning« im irischen Bildungssystem füllen soll. »Angesichts einer sinkenden Zahl an Schülern, die das Fach Geschichte in ihren letzten Schuljahren anwählen, unterstützt unser Projekt Schüler und Lehrer bei der Durchführung von historischen Forschungsprojekten und selbständiger Quellenarbeit mit Archivalien.«
Bei Workshops und mit didaktischen Materialien fördert S.E.A.L. die kritische Quellenarbeit und die Kompetenzbildung bei Schülern, die ihre Facharbeit in Geschichte schreiben. Das Projekt wurde bereits für den Education Award 2017 in der Kategorie »Best Outreach« nominiert, und die Organisatoren sind mit weiteren irischen Universitäten im Gespräch über die Ausweitung des Projekts in den nächsten Jahren.
»Die Körber-Stiftung begrüßt diese Verstärkung des Netzwerks aus Nordwesteuropa«, so Katja Fausser, Leiterin des EUSTORY-Netzwerks. »Der irische Wettbewerb mit seinem Fokus auf Archivarbeit stärkt das Anliegen von EUSTORY, den kompetenten Umgang von Schülern in Europa mit Originalquellen zu fördern.«
Im Rahmen ihrer Jahrestagung in Lissabon tauschten sich die EUSTORY-Vertreter intensiv über Strategien und Erfahrungen aus den verschiedenen Ländern aus, wie Wettbewerbsprojekte unter den aktuellen Rahmenbedingungen in den verschiedenen Ländern gestärkt werden können und wie die teilnehmerstarken Wettbewerbe aus Deutschland, Russland, Wales oder der Ukraine Qualitätssicherung beispielsweise in der Jurierung bei einer großer Anzahl von Schülerarbeiten sicherstellen.
Neben diesen intensiven Einblicken in europäische best practise im Bereich der Geschichtsvermittlung beschäftigten sich die Teilnehmer auch mit aktuellen Debatten zum Umgang mit Portugals Geschichte des 20. Jahrhunderts. Irene Flunser Pimentel, Historikerin an der Neuen Universität Lissabon, und Miguel Monteiro de Barros, Vorsitzender des portugiesischen Geschichtslehrerverbands und Gastgeber des diesjährigen EUSTORY-Netzwerktreffens, diskutierten das Erbe der Salazar-Diktatur in Portugal mit Blick auf die Schülergeneration.
Weitere Eindrücke in Erinnerungskultur und Geschichtspolitik des Gastlandes boten sich auch am Tagungsort der EUSTORY-Konferenz: Die Gruppe tagte am ersten Tag im Padrão dos Descobrimentos, einem Denkmal des Salazar-Regimes aus den 1960er Jahren am Fluss Tejo, deren steingewordene Interpretation der 500jährigen Kolonialgeschichte Portugals im Inneren des Gebäudes derzeit durch eine Ausstellung zum Thema Rassismus ergänzt wird. Der Umgang mit dem Erbe autoritärer Regime spielt in den Geschichtswettbewerben im EUSTORY-Netzwerk traditionell eine starke Rolle.
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