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Programmiert auf ein gesundes Leben – Frühkindliche Gesundheit als Thema in Herrenhausen

By   /   June 20, 2017  /   Comments Off on Programmiert auf ein gesundes Leben – Frühkindliche Gesundheit als Thema in Herrenhausen

MIL OSI – Source: Volkswagen Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Programmiert auf ein gesundes Leben – Frühkindliche Gesundheit als Thema in Herrenhausen

“Andererseits haben entzündliche oder allergische Erkrankungen wie Diabetes, Asthma, Multiple Sklerose oder Morbus Crohn zugenommen”, gibt Hornef zu bedenken. Man führe dies inzwischen auf einen mangelnden Kontakt mit den richtigen Mikroorganismen aus der Umwelt zurück. “Kinder mit vielen Geschwistern haben seltener Heuschnupfen, und solche, die auf einem Bauernhof aufwachsen, fast niemals Asthma”, berichtet Hornef.
Faktoren und Prägung
Wesentlich für die Gesundheit seien Zusammensetzung und Gleichgewicht von Darmbakterien, erläutert Prof. Dr. Mathias Hornef: “Bestimmte Bakterien wirken auf bestimmte Immunzellen.” In einem stabilen Mikrobiom gebe es außerdem keinen Platz für eindringende pathogene Bakterien, die Infektionserkrankungen auslösen können.
Hornef benennt als wesentliche Faktoren für die Zusammensetzung des Mikrobioms Art und Ort der Geburt, Zahl der Geschwister, Haustiere, umgebende Natur, Genetik und vor allem Ernährung. Die Prägung finde in einem Zeitfenster von einem bis drei Jahren nach der Geburt statt, so Hornef: “Danach bleibt das System für den Rest des Lebens unverändert stabil.” Seit sich das Immunsystem des Menschen im Laufe der Evolution entwickelt hat, haben sich die Lebendbedingungen stark verändert. “Vielleicht fehlen uns heute bestimmte Faktoren für eine gute Funktion,” folgert Hornef, “und vielleicht können wir diese irgendwann wieder ergänzen.”
Zivilisation und Risikofaktoren
Prof. Dr. Harald Renz vom Institut für Laboratoriumsmedizin, Pathobiochemie und Molekulare Diagnostik der Universität Marburg beginnt seinen Impulsvortrag mit einer Prognose: “Die Hälfte von Ihnen wird an Krebs sterben, die andere Hälfte an den Folgen einer chronischen Krankheit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingeschlossen.” Vor hundert Jahren seien die häufigsten Todesursachen hingegen Infektionen, Unfälle und Verletzungen gewesen. “Eine Krankheit wie Asthma gab es gar nicht”, erklärt Renz. Heute leide hingegen etwa jeder Dritte an Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis oder einer Nahrungsmittelallergie.

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