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Grenzerfahrungen im Mentoring

By   /   September 20, 2017  /   Comments Off on Grenzerfahrungen im Mentoring

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Grenzerfahrungen im Mentoring

Beim Mentorring handelt es sich in der Regel um eine 1:1 Beziehung, in der eine ältere lebenserfahrene Person für einen bestimmten Zeitraum eine jüngere Person (Mentee) begleitet und in seiner Entwicklung unterstützt. Mentoring kann gerade in solchen Situationen, in denen Mentees an Grenzen stoßen (z.B. beim Ankommen, Einleben oder der Teilhabe in der Gesellschaft, bei der schulischen, der beruflichen oder der Persönlichkeitsentwicklung) ein wertvolles Tool sein, diese zu überwinden. Grenzen können aber auch zur Sicherheit beitragen. In Mentoringbeziehungen führen sie dazu, dass der Umfang, die Zielsetzung und der Einsatz der Engagierten einen hilfreichen Rahmen erfahren. Grenzen zu ziehen kann also auch im positiven Sinne dazu führen, das Engagement zufrieden und erfolgreich ausfüllen zu können.
»Haupt- und Ehrenamtliche stoßen in der Zusammenarbeit oft an Grenzen, weil sie unterschiedlichen Handlungslogiken folgen«, nannte Susanne Huth, INBAS-Sozialforschung GmbH, als ein Beispiel. In ihrem Vortrag über die Chancen und Grenzen des ehrenamtlichen Engagements in Patenschaften betonte sie unter anderem die Bedeutung eines besseren Verständnisses aller Akteure als Bedingung für gelungene Mentoringprojekte.
»Beim Mentoring steht der gegenseitige Erfahrungsaustausch zwischen Mentor und Mentee im Mittelpunkt. Es geht darum, gemeinschaftlich einen Weg zu finden, Grenzen zu überwinden«, meint Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard. Dass Mentoringprojekte grundsätzlich Erfolg versprechen, führte sie nicht nur auf Forschungen zurück, die z.B. ein gesteigertes Selbstbewusstsein von Kindern in Mentoring-Beziehungen nachweisen. Sie verwies auch auf die zahlreichen erfolgreichen Projekten in der ehrenamtlichen Arbeit mit geflüchteten Menschen sowie die steigende Bereitschaft von Unternehmen, in Patenprojekte zu investieren. Wichtig für die Mentoren sei aber, dabei immer auch in die Auseinandersetzung mit sich selbst zu gehen und auch die eigenen Grenzen kontinuierlich neu definieren. Selbstfürsorge und Achtsamkeit seien notwendig – für einen gesunden Umgang mit den eigenen Grenzen.
Der Mentoringtag wurde vom Mentor.Ring Hamburg e.V. durchgeführt und fand bereits zum 9. Mal im KörberForum statt. Der Mentor.Ring Hamburg e.V. ist ein Zusammenschluss von Hamburger gemeinnützigen Projekten im Bereich Kinder- und Jugendmentoring. Er dient als Plattform für fachlichen Austausch und zur Verbreitung der Mentoring-Idee.

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