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Geschichtscamp in Dresden

By   /   October 6, 2017  /   Comments Off on Geschichtscamp in Dresden

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Geschichtscamp in Dresden

Welche Möglichkeiten gab es in der DDR für die Einzelnen, ihr Leben zu gestalten und ihre Meinung zu äußern? Überwachte die Staatssicherheit alles und jeden? Wie weit ging die Kontrolle in Freizeitbereichen wie dem Sport oder der Kultur? Welche gesellschaftlichen Nischen gab es und wie konnte man sich dort betätigen?
Der Wunsch, das eigene Wissen über die DDR-Geschichte zu vertiefen, hatte viele Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an dem viertägigen Programm bewegt: »Dieses Stück deutscher Zeitgeschichte hat Spuren hinterlassen. Ich wollte mehr über die Strukturen der DDR erfahren, deshalb habe ich teilgenommen«, so Louisa Kron aus München.
Auseinandersetzung mit Diktaturerfahrungen
In Gesprächen mit Zeitzeugen und Experten, Einblicke in Stasi-Akten und Ausstellungsbesuche haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit verschiedenen Aspekten des Alltagslebens in der DDR auseinandersetzet. Sie beschäftigten sich beispielsweise mit dem Dresdner Fußball und der Staatssicherheit, Methoden der Überwachung, staatlicher Repression gegenüber Widerständlern oder Homosexuellen, Hinrichtungen sowie der friedlichen Revolution 1989.
Auch durch den Besuch historischer Orte konnten sich die Jugendlichen der DDR-Geschichte nähern. So besichtigten sie die Gedenkstätte Münchner Platz, einem Gedenkort für die Betroffenen politischer Strafjustiz sowie die Gedenkstätte Bautzner Straße, die an die Opfer des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit erinnert – für viele Teilnehmer ein Höhepunkt: »Hier wurde die Geschichte anschaulich und lebendig«, betont Benjamin Lüdemann aus Hamburg.
In diversen Vorträgen wurden den Schülerinnen und Schülern wichtige theoretische Grundlagen vermittelt. So berichtete Cornelia Herold, Mitarbeiterin der Stasi-Unterlagenbehörde (BStU), über die Entstehung und Quellenkritik der Stasi-Akten. Helmut Müller-Enbergs von der Universität Odense, ebenfalls Mitarbeiter der BStU, referierte über die Garanten äußerer und innerer Sicherheit der SED-Diktatur.
Die Ergebnisse aus den Workshops trugen die Jugendlichen in Form einer Präsentation zusammen. Die Projektarbeit hinterließ dabei bleibende Eindrücke. Alina Schmidt aus Merzig resümiert: »Die gesammelten Erkenntnise helfen mir vor allem dabei, meine Meinung über die DDR nicht mit einem Geschichtsbuch, sondern aus erster Hand zu bilden«.
Bereits zum sechsten Mal wurde das Geschichtscamp vom Sächsischen Kultusministerium, in Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung und der Außenstelle Dresden des BStU-Bundesbeauftragten veranstaltet. Seit 2012 unterstützt die Körber-Stiftung das Sächsische Geschichtscamp.
»Wir freuen uns über die langjährige Kooperation mit den Ausrichtern des Geschichtscamps. Die Resonanz unter den Preisträgern beim Geschichtswettbewerb war auch in diesem Jahr wieder sehr groß. Es zeigt sich, dass die Jugendlichen durch die Teilnahme an außerschulischen Projekten neue Kompetenzen erwerben und Themen und Methoden vertiefen können. Wir möchten die Preisträger auch über die Teilnahme am Wettbewerb weiter fördern«, so Carmen Ludwig, Programmleiterin Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten bei der Körber-Stiftung.
Filmische Dokumentation

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