Loading...
You are here:  Home  >  Deutschland  >  Current Article

Förderung von Forschern im Exil: Neue Akademie sichert wissenschaftliches Potenzial

By   /   October 19, 2017  /   Comments Off on Förderung von Forschern im Exil: Neue Akademie sichert wissenschaftliches Potenzial

MIL OSI – Source: Volkswagen Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Förderung von Forschern im Exil: Neue Akademie sichert wissenschaftliches Potenzial

Die VolkswagenStiftung unterstützt geflohene Wissenschaftler(innen) nicht nur mittelbar über die “Akademie im Exil” sondern auch unmittelbar über eigene Förderangebote bei der Wiederaufnahme ihrer forschenden Tätigkeiten in Deutschland. Seit Sommer 2016 erhalten sie stiftungsunterstützt eine Zukunftsperspektive in der deutschen Wissenschaftslandschaft, wenn sie ihre fachliche Expertise in ein Vorhaben einbringen können, das derzeit oder in den vergangenen zehn Jahren von der Stiftung gefördert wird bzw. wurde. Dadurch profitieren nicht nur die Geflüchteten, sondern auch die deutsche Hochschule, an der sie ihr Wissen und ihre Kompetenz in bestehende Strukturen einbringen.
“Hierzulande ist die Wissenschaftsfreiheit garantiert – in mehr und mehr Ländern ist dies aber nicht mehr der Fall. Vor diesem Hintergrund und auch aufgrund der Tradition der Stiftung sind wir bemüht, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Kriegs- und Krisenregionen Perspektiven zu bieten, damit sie in Deutschland arbeiten sowie ihr Wissen und ihre Kompetenz in unsere Hochschulen einbringen können”, betont Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung.
Das “Förderangebot für geflohene Wissenschaftler(innen)” umfasst zwei Module: Innerhalb des “Stipendienprogramms für Gastwissenschaftler(innen)” können (ehemalige) Geförderte eine Forscherin oder eine Forscher bis zu zwei Jahre lang in ihren Arbeitskontext einbinden. Die Stiftung unterstützt finanziell entsprechend der Laufzeit der Einbindung, der Karrierestufe sowie dem Familienstand des Wissenschaftlers oder der Wissenschaftlerin.
Alternativ besteht für Wissenschaftler(innen), die momentan in einem Vorhaben durch die VolkswagenStiftung unterstützt werden, die Möglichkeit, im “Zusatzmodul für derzeit in der Förderung befindliche Projekte” weitere Mittel für bis zu drei Jahre zu beantragen. In Ergänzung zu ihrem bestehenden Projekt können sie mit den zusätzlichen Geldern geflohene Wissenschaftler(innen) darin integrieren. Hier beträgt die maximale Fördersumme 200.000 Euro (Personal- und Sachmittel) über eine Laufzeit von bis zu drei Jahren.
Beide Module im “Förderangebot für geflohene Wissenschaftler(innen)” stehen grundsätzlich Wissenschaftler(inne)n aller Qualifizierungsstufen (Doktorand(inn)en, Postdoktorand(inn)en, etablierten Wissenschaftler(inne)n) offen. Es gibt keinen Stichtag, Anträge sind jederzeit möglich. Bislang profitierten bereits elf geflohene oder vertriebene Wissenschaftler(innen) von dem Angebot: Insgesamt 1,4 Mio. Euro bewilligte die Stiftung für die Einbindung ihrer Vorhaben in bestehende und bereits stiftungsgeförderte Projekte bislang.
Link zu allen Informationen zur Antragstellung für Zusatzmittel.
Link zur Kurzübersicht über einige bereits bewilligte Förderprojekte.
Besondere Fördermöglichkeit für Wissenschaftler(innen) in Niedersachsen
Die dritte Option, die die VolkswagenStiftung zur Integration ausländischer Wissenschaftler(innen) in die deutsche Wissenschaftslandschaft bietet, realisiert sie über ihre Mittel aus dem Niedersächsischen Vorab. Innerhalb der Ausschreibung “Wissenschaft.Niedersachsen.Weltoffen” können Forscher(innen), die aus Kriegs- und Krisengebieten geflohen sind oder vertrieben wurden, in Niedersachsen eine vorübergehende Forschungs- und Beschäftigungsperspektive erhalten. Es werden Mittel bereitgestellt, die niedersächsische Hochschulen und Forschungseinrichtungen für dreijährige Stipendien für Geflüchtete einwerben können, um sie als Gastwissenschaftler(innen) zu beschäftigen.
Die Stipendien dienen einerseits der Überbrückung der akuten Notlage der Geflüchteten und andererseits ihrer wissenschaftlichen Weiterqualifizierung – beispielsweise für das deutsche Wissenschaftssystem oder eine Beschäftigung außerhalb der Wissenschaft. Anträge können bis zum 15. November 2017 beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur eingereicht werden, eine Beschäftigung der ausländischen Forscher(innen) ist bis zu 36 Monate möglich.
Link zur Ausschreibung beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. (Stichtag: 15. November 2017)

    Print       Email

You might also like...

Discours d’Édouard Philippe à l’université de Tsinghua

Read More →