Loading...
You are here:  Home  >  Deutschland  >  Current Article

Hohe Verdienste in der Wendezeit: Prof. Joachim Weiskopf zum 90.

By   /   November 8, 2017  /   Comments Off on Hohe Verdienste in der Wendezeit: Prof. Joachim Weiskopf zum 90.

MIL OSI – Source: DOSB – Press Release/Statement

Headline: Hohe Verdienste in der Wendezeit: Prof. Joachim Weiskopf zum 90.

Hohe Verdienste in der Wendezeit: Prof. Joachim Weiskopf zum 90.
08.11.2017
Der vielseitige Sportfunktionär und Zahnarzt Prof. Dr. Dr. Joachim Weiskopf hat am vorigen Sonntag (5. November) sein 90. Lebensjahr vollendet.

Joachim Weiskopf war von Juni bis November 1990 letzter amtierender Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der DDR. Foto: picture-alliance

Der gebürtige Leipziger war von Juni bis November 1990 letzter amtierender Präsident des Nationalen Olympischen Komitees der DDR und anschließend als Vizepräsident im Nationalen Olympischem Komitee (NOK) für Deutschland ehrenamtlich tätig. Seit dem Jahr 1997 ist er Ehrenmitglied im NOK.
„Joachim Weiskopf war einer unserer wichtigsten geschulten Partner bei der Wiedervereinigung. Ihm haben wir viele Beiträge zu guten Lösungen bei dieser einschneidenden sportpolitischen Veränderung zu verdanken. Ich bin ihm seitdem freundschaftlich verbunden“, sagte Walther Tröger, langjähriges IOC-Mitglied und NOK-Ehrenpräsident, und würdigte die großen Verdienste von Prof. Joachim Weiskopf als angesehenen Sportfunktionär speziell für sein Wirken in der Wendezeit.
Joachim Weiskopf, dessen Vater Studienrat war, fand als Jugendlicher seine sportliche Liebe beim Hockeysport, wo er 1943 mit der Sachsenauswahl noch den deutschen Jugendmeistertitel erkämpft hatte und zwischen 1950 und 1958 insgesamt 19 Länderspiele bestritt. Nach Beendigung seiner Karriere fungierte er als Mannschaftsarzt der Hockey-Nationalmannschaft der DDR, wo er u.a. das Team bei den Olympischen Spielen in Tokio betreute. Im Jahre 1965 wurde Weiskopf zum Vizepräsidenten des Deutschen Hockey-Sportverbandes der DDR gewählt und gehörte von 1966 bis 1971 dem Vorstand im Weltverband des Hockeysports (FIH) an.
Im Jahre 1970 wechselte Joachim Weiskopf als Sportfunktionär die Sportart und wurde Präsident des Deutschen Kanu-Sport-Verbandes der DDR (DKSV), ebenso Mitglied des Vorstandes des Internationalen Kanuverbandes. In seiner Funktion als DKSV-Vorsitzender war er gleichzeitig berufenes Mitglied des NOK der DDR. Am 15. Juni 1990 erfolgte dann die Wahl zu dessen Präsi-dent als Nachfolger von Günther Heinze, der u.a. von 1973 bis 1982 Generalsekretär des NOK der DDR und von 1981 bis 1992 Mitglied im IOC war.
Joachim Weiskopf hatte von 1946 bis 1950 zunächst Zahnmedizin an der Universität Leipzig und danach von 1953 bis 1956 Medizin an der Karl-Marx-Universität Leipzig; 1961 wurde er dort mit einer Arbeit über Öffnungs- und Schließbewegungen des Unterkiefers habilitiert. Drei Jahre später war er Direktor der Poliklinik für Prothetische und Orthopädische Stomatologie sowie zeitweise Dekan der Medizinischen Fakultät an der Universität in seiner Heimatstadt Leipzig. Nach der Wiedervereinigung wirkte er u.a. als Gründungsmitglied der Landeszahnärztekammer Sachsen und Mitglied des ersten Vorstandes von deren Kammerversammlung.
Prof. Joachim Weiskopf betrieb von 1992 bis 2009 die „Kieferorthopädische Praxis am Völkerschlachtdenkmal“ an der Gletschersteinstraße in Leipzig u.a. zusammen mit seiner Ehefrau Dr. Jutta Weiskopf. Bis zum Jahre 2006 übte er zudem ein Amt als ehrenamtlicher Richter des Landesberufungsgerichtes für Heilberufe beim Oberlandesgericht Dresden aus.
(Quelle: DOSB-Presse, Ausgabe 45)

© Multimedia Investments Ltd Terms of Use/Disclaimer.

    Print       Email

You might also like...

Kabinett stimmt Unterzeichnung zu

Read More →