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Jugendliche forschen über religiöse Feste und Traditionen

By   /   November 20, 2017  /   Comments Off on Jugendliche forschen über religiöse Feste und Traditionen

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Jugendliche forschen über religiöse Feste und Traditionen

Dabei beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mit kleineren, lokalen Festen wie beispielsweise die Send-Kirmes, das Gelobte Fest in Medebach, das Lullus und das Herz-Jesu Fest, Halloween, Karneval, russisch-orthodoxe Feste und Ostern.
Wie sich religiöse Feste wie die Konfirmation im Vergleich zur Kommunion und zur Jugendweihe gewandelt hat, griffen gleich mehrere Schüler auf. Ben aus Hamburg nimmt seine eigenen Erfahrungen aus dem Konfirmandenunterricht als Ausgang für Nachforschungen. In seinem Arbeitsbericht schreibt er: »Ich fand es sehr spannend, wie unterschiedlich die Konfirmationszeit meiner Großeltern und meiner Mutter im Vergleich zu meiner heutzutage war«.
Beerdigungen und die Eheschließung wurden auch unter ihrem besonderen Konfliktpotenzial betrachtet. Die Schülerinnen Kelly-Christin und Maike aus Lebach (Saarland) forschten beispielsweise zur interkonfessionellen Ehe zwischen Katholiken und Protestanten und fragten, wie sich die Situation von ›Mischehen‹ im Laufe der Zeit wandelte und wie die Kirchen darauf reagierte. Das meistgewählte Fest im Kirchenkalender war Weihnachten. Finn aus Buxtehude resümierte anhand der verschiedenen Weihnachtserinnerungen seiner Familienmitglieder: »Weihnachten ist ein religiöses Fest und der traditionelle Kirchenbesuch gehört in der Regel zum Fest dazu. Die christliche Bedeutung scheint dennoch eher nebensächlich geworden zu sein. In den Interviews mit meiner Familie steht sie nicht im Vordergrund. Es hat eher etwas mit einer gewissen Tradition zu tun«. Feste der nicht-christlichen Religionen waren ebenso Thema in den Wettbewerbsbeiträgen. Einige beschäftigten sich mit buddhistischen Traditionen und dem jüdischen Lichterfest Chanukka, andere hingegen forschten zu den Festen muslimischer ›Gastarbeiter‹ oder speziell zum Festtagsgebet des Ramadans im Kölner Dom von 1965.
Sollen Feiertage überhaupt gefeiert werden? – Diese Frage bejahten die meisten Jugendlichen, auch wenn sie anmerkten, dass die Herkunft der Feierlichkeiten oft nicht mehr bekannt ist. Laureen aus Emsdetten (NRW) schreibt dazu in ihren Nachforschungen zur Sonntagsruhe: »Nach dieser Arbeit komme ich am Ende jetzt schließlich zu dem Entschluss, dass die Sonntagsruhe etwas Gutes ist. Sie bremst unsere Welt aus, gibt uns Zeit für die Menschen, die uns wichtig sind und bringt uns ab von der sehr konsumorientierten Gesellschaft«.
»Über die Bedeutung und Herkunft religiöser Bräuche und Feste ist vielen Menschen oftmals nicht viel bekannt. Die große Anzahl an Wettbewerbsarbeiten zu diesem Thema verdeutlichen, dass die Schülerinnen und Schüler neugierig sind und sich vor allem mit dem Wandel religiöser Traditionen auseinandergesetzt haben. Dadurch gewinnen sie einen neuen Blick auf das Thema«, so Carmen Ludwig, Programmleiterin Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Bundesweit beteiligten sich zum Rahmenthema »Gott und die Welt. Religion macht Geschichte« mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche und reichten insgesamt 1.639 Beiträge ein.
Über den Geschichtswettbewerb
Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 141.000 Teilnehmern und rund 31.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

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