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Junge Europäer treffen NS-Zeitzeuginnen

By   /   February 2, 2018  /   Comments Off on Junge Europäer treffen NS-Zeitzeuginnen

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Junge Europäer treffen NS-Zeitzeuginnen

Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 15 Ländern kamen zur 22. Jugendbegegnung im Rahmen des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus vom 27. bis 31. Januar zusammen.  Die Jugendlichen reisten u.a. aus Deutschland, Polen, Frankreich, Israel, Russland und Syrien an und verbrachten gemeinsam vier Tage in Berlin, München und Dachau. Unter ihnen nahm auch Jakob Ortmann an dem viertägigen Programm teil. Der Schüler wurde 2017 für seinen Beitrag beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Darin beschäftigte er sich ebenfalls mit dem Thema Widerstand gegen den Nationalsozialismus: der 19-jährige Freiburger zeigte in einem Filmbeitrag den Widerstand der Gruppe »Freiburger Kreis«, eine Opposition aus Universitätsprofessoren, die neue Gesellschaftsformen eines Nachkriegsdeutschland entwickelten.
Dem thematischen Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung, Widerstand aus Gewissensgründen, näherten sich die Jugendlichen aus verschiedenen Perspektiven. Sie beschäftigten sich vor allem mit dem Begriff des Widerstands und seinen Ausprägungen in der Zeit des Nationalsozialismus wie auch heute. Hierzu trafen sie sich in Workshops, besuchten die KZ-Gedenkstätte Dachau und sprachen mit Experten und Zeitzeugen. In der Münchner »Denkstätte Weiße Rose« haben sie sich mit den Schicksalen der Mitglieder der »Weißen Rose« befasst. Dort, am Ort der Denkstätte – dem Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität – verteilten Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 das sechste Flugblatt der »Weißen Rose«. Dafür wurden sie verhaftet und fünf Tage später ermordet.
Den Abschluss und Höhepunkt der Jugendbegegnung bildete die Teilnahme an der offiziellen Gedenkstunde im Deutschen Bundestag am 31. Januar. Im Anschluss daran hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit mit den Zeitzeuginnen und Gästen der diesjährigen Gedenkstunde, Anita Lasker-Wallfisch und ihrer Schwester Renate Lasker-Harpprecht, sowie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ins Gespräch zu kommen. Das Fazit von Jakob Ortmann lautet: »Die Jugendbegegnung schafft den perfekten Spagat zwischen Gestern und Morgen, indem sie uns nicht nur den Raum gegeben hat, aus der Diskussion entstandene historische Erkenntnisse sofort mit tagespolitischen Fragen zu verknüpfen, sondern uns auch einen Einblick ins Zentrum unserer Demokratie ermöglich hat. Genau mit diesem Ansatz wird Geschichte plötzlich wieder brandaktuell.«

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