Große Aufregung beim Besuch der Kanzlerin

Source: Deutschland Bundesregierung

Im Rahmen ihrer Griechenland-Reise hat Kanzlerin Merkel auch die Deutsche Schule in Athen besucht. Dort informierte sie sich über die Projekte der Schülerinnen und Schüler und diskutierte mit ihnen über Europa. Mit dabei: Abiturientin Cecilia. Wie sie den Tag erlebte, und welcher Moment ihr besonders stark in Erinnerung bleibt, erzählt sie im Protokoll.

“Der heutige Besuch von Bundeskanzlerin Merkel beeindruckte mich und viele meiner Mitschüler sehr. Ein Moment der mir besonders stark in Erinnerung bleiben wird, war der Moment, als sie mir die Hand reichte und wir sie über unser Flüchtlingsprojekt informieren durften. Aber der Reihe nach.
Zuerst informierte sich die Kanzlerin an unseren Projektständen über unser schulisches Engagement: zum einen unser Flüchtlingsprojekt auf Lesbos. Zum anderen unsere Vergangenheitsbewältigung – konkret unser Projekt in Distomo. Die Deutschen hatten das Dorf während des Zweiten Weltkrieges  besetzt.
Anschließend folgte eine Diskussion in der Aula unserer Schule zwischen den Schülern und der Bundeskanzlerin. Das Thema lautete “Die Zukunft Europas”. Auf die Frage, was sie sich unter Europa vorstelle, antwortete die Kanzlerin: “Wenn ich das Wort Europa höre, dann denke ich an unsere Zukunft auf der einen Seite und auf der anderen Seite an die langen Nächte, in denen wir verhandeln und ewig brauchen, um zu einem Ergebnis zu kommen.” Des Weiteren erklärte die Kanzlerin, dass gerade die Vielfalt auch ein Reichtum für Europa bedeuten kann.
Eine Schülerin stellte die Frage: “Was müsste Griechenland tun, damit es wieder eine wichtige Rolle in der EU spielen kann?” Daraufhin antwortete Frau Merkel, dass Griechenland schon immer eine wichtige Rolle innerhalb der EU gespielt hat, schon allein wegen seiner geostrategischen Lage.”
Zum Schluss sprach die Kanzlerin noch über die Solidaritätsfrage innerhalb der EU und über die Zusammenarbeit der Länder bezüglich der Flüchtlingskrise. Für Frau Merkel ist Solidarität die wichtigste Voraussetzung für eine funktionierende Gemeinschaft. „Wenn manche Länder sagen, – daran beteiligen wir uns überhaupt nicht, ist das nicht die richtige Antwort.” Man sollte daher mit den betroffenen Ländern reden und versuchen, Perspektiven zu finden.
Weitere Themen der Diskussionsrunde waren: der Brexit und die Gleichberechtigung in der Politik  – dabei wurde Frau Merkel als Vorbild von einer Schülerin bezeichnet.”
Cecilia Alevizopoulou (17)
Die Deutsche Schule Athen gehört zu den weltweit 140 Auslandsschulen. Die DSA kann stolz auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblicken. Sie wurde 1896 von dem berühmten Archäologen Wilhelm Dörpfeld gegründet. An der Schule, die als eine Begegnungsstätte für verschiedener Nationalitäten und Kulturen gedacht ist, unterrichten deutsche und griechische Lehrkräfte. Sie bereiten die knapp 1100 Schülerinnen und Schülern auf das Leben in der Umgebung des vereinten Europa vor.
Freitag, 11. Januar 2019

MIL OSI