Schülerkongress: Energie, Mobilität und Meerestechnik

Source: Koerber Stiftung

Rund 20 Vorträge und Workshops stehen auf dem Programm: Wie sieht das Stromnetz der Zukunft aus? Wohin steuert Hamburg mit seinem Mobilitätskonzept? Wie kann die Schifffahrt sauberer werden? Den Eröffnungsvortrag wird Thomas Vögele vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz halten; zum Abschluss des Kongresses stellen Preisträger des deutschen Zukunftspreises 2017 ihren Roboterarm FRANKA EMIKA vor.
Interessierte Schüler und Schülerinnen können sich jetzt anmelden!Alle Informationen zum Programm sowie die Anmeldung unter: zukunftstechnologien.hamburg

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Der German-Russian International Dialogue tagte in Moskau

Source: Koerber Stiftung

In diesem Dialogformat kommen zweimal im Jahr russische und deutsche Experten zusammen, um in vertraulichem Rahmen über Fragen europäischer Sicherheit und der Beziehungen zwischen Russland und der EU zu diskutieren. Ziel ist es, in kontinuierlichem Austausch zu bleiben und sich über Perspektiven der europäisch-russischen Beziehungen zu verständigen. Weitere Themen der Diskussion waren die Zuspitzung des Konflikts zwischen Russland und den USA, zum Beispiel mit Blick auf die Lage in Syrien, sowie Szenarien für die europäisch-russischen Beziehungen in 2030.
Weitere Informationen zum Projekt

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MINT-Bildung in Hamburger Bücherhallen

Source: Koerber Stiftung

Nach einer Begrüßung der Direktorin der Hamburger Bücherhallen Hella Schwemer-Martienßen ging Kathrin Joswig auch auf Kooperationen mit verschiedenen Initiativen wie die Computerspielschule Hamburg oder AppCamps ein, stellte aber auch selbst entwickelte Veranstaltungsformate und Projekte der Zentralbibliothek vor. Neben dem klassischen Buch setzen die Bücherhallen Hamburg verstärkt auf mediale Angebote, eine echte multimediale Oase findet sich zum Beispiel in der Jugendbibliothek »Hoeb4u«.
Im Anschluss wurde das Thema Qualitätssicherung außerschulischer MINT-Angebote aufgegriffen. Zehn Hamburger Projekte hatten sich in den letzten Monaten mit einem Selbstevaluationstest auseinandergesetzt und Bastian Besner vom Schullabor Light & Schools sowie Helena Barbas vom Projekt MINTFIT berichteten über ihre Erfahrungen. Der »Leitfaden zur Selbstanalyse« wird nun überarbeitet und anschließend über das Nationale MINT Forum bundesweit verbreitet.
Die Koordinatorin des Netzwerks MINTforum Hamburg, Christiane Schwinge, wies abschließend noch auf den 4. Hamburger MINT-Tag am 29. November hin und lud alle Netzwerkpartner dazu ein, mit dabei zu sein, wenn es dann wieder heißt: »Hamburg macht MINT!«.
Weitere Informationen unter www.mintforum.de

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Preisträger bei Internationaler Jugendbegegnung in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Source: Koerber Stiftung

40 Jugendliche aus neun Ländern hatten während des einwöchigen Programms die Möglichkeit, mit Überlebenden und Nachkommen zu sprechen sowie am feierlichen Gedenkakt zum 73. Jahrestag der Befreiung des KZ-Flossenbürg teilzunehmen. Die Preisträger des Geschichtswettbewerbs beschäftigten sich zusammen mit den anderen Jugendlichen im Rahmen von Rundgängen, inhaltlichen Modulen und Gesprächen mit verschiedenen thematischen Aspekten. Durch den Besuch des Geländes des ehemaligen Konzentrationslagers, des ehemaligen Außenlagers Hersbruck sowie des Steinbruchs als Ort von Zwangsarbeit setzten sie sich intensiv mit der Geschichte des historischen Ortes auseinander.»Es gibt viel Raum für Diskussionen über die Vergangenheit und die unterschiedlichen Perspektiven darauf. Somit lässt sich vor allem für die Gegenwart und die Zukunft Neues aus dem Alten gewinnen«, beschreibt Gerrit, 19 Jahre, aus Nordrhein-Westfalen, ihre Erfahrungen. Carlotta, 18 Jahre, aus Hessen hält fest: »Es ist unglaublich beeindruckend, wie bei der Internationalen Jugendbegegnung  trotz der kulturellen Vielfalt das sensible Thema Holocaust für jeden Einzelnen auf emotionaler und sachlicher Ebene angemessen vermittelt werden kann und ein anregender Austausch darüber möglich ist.«Ziel der Jugendbegegnung ist es, durch Austausch und selbsterarbeitete Beiträge das eigene Nachdenken über die Geschichte zu fördern. Bereits im Vorfeld zur Jugendbegegnung waren die Teilnehmenden dazu aufgefordert sich in ihrer Heimatregion auf Spurensuche zu begeben und dabei der Frage nachzugehen, wie ein zeitgemäßes Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus aussehen kann und was an der jetzigen Erinnerungskultur verändert werden sollte.Weitere Informationen zum Geschichtswettbewerb  

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Stiftungen diskutieren über Integration von Flüchtlingen

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Stiftungen diskutieren über Integration von Flüchtlingen

Ziel des Workshops war es, eine Brücke zwischen den wissenschaftlichen Ergebnissen des SVR-Forschungsbereichs und der praxisbezogenen Stiftungsarbeit zu schlagen. Viele Stiftungen unterstützen auf verschiedenen Wegen die Integration von nach Deutschland kommenden Menschen. Damit leisten sie einen großen Beitrag zum Ankommen und somit zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Die Themen »Integration« und »Migration« bieten zugleich bekannte und neue Handlungsfelder in der Stiftungsarbeit.
In ihrer Begrüßung betonte Karin Haist, Bereich Alter und Demografie der Körber-Stiftung, vor allem die erfolgreiche und konstante Arbeit des Sachverständigenrats und des Forschungsbereichs in den vergangenen zehn Jahren. Sie habe sich ihre breite öffentliche Aufmerksamkeit durch ihre Qualität verdient. Anschließend führten Henriette Litta und David Schiefer vom SVR-Forschungsbereich in aktuelle Zahlen des Integrations- und Migrationsgeschehens in Deutschland ein.
In der vorgestellten qualitativen Studie »Wie gelingt Integration? Asylsuchende über ihre Lebenslagen und Teilhabeperspektiven in Deutschland« wurde der Schwerpunkt auf die Perspektive von Geflüchteten gelegt, die in der öffentlichen Debatte und Wahrnehmung oft unterrepräsentiert ist. Die repräsentativen Ergebnisse zeigen, dass für Geflüchtete in der frühen Phase ihres Aufenthalts das Leben im Herkunftsland von großer Bedeutung ist. Viele Erfahrungen und Erlebnisse werden in Bezug dazu gesetzt.
Weitere wichtige Themen sind neben Wohnen und Arbeit vor allem positive wie negative Erfahrungen bezüglich der sozialen Teilhabe. Wichtig ist hierbei die Qualität persönlicher Kontakte. Die Forscher identifizierten sechs Punkte, die für einen erfolgreichen Kontakt ausschlaggebend sind: Kontinuität, Augenhöhe, gemeinsame Themen und Ziele, die ein Wir-Gefühl erzeugen, ein Klima der Offenheit, Reziprozität im Sinne von »echter Teilhabe« und gemeinsame Aktivitäten, um die Sprachbarriere zu überwinden.
Auch die eigene Bleibeperspektive sowie das Wohlergehen der eigenen Familie sind wichtige Themen. Gerade integrationspolitisch fragwürdige Regelungen wie Unklarheiten im Aufenthaltsstatus und Einschränkungen im Familiennachzug würden integrationshemmend wirken, betonte Schiefer. Die Wichtigkeit von Familie für eine erfolgreiche Integration dürfe nicht unterschätzt werden.
Anschließend kamen die Teilnehmenden in der Synergiewerkstatt zusammen, um ihre Erfahrungen im kollegialen Umfeld zu teilen und wichtige Fragen, zu diskutieren. Wie kann Stiftungshandeln einen Beitrag zu einer nachhaltigen Integration von Geflüchteten leisten, ohne deren Bedürfnisse aus den Augen zu verlieren? Wie können »echte« soziale Kontakte zwischen Geflüchteten und Einheimischen gefördert werden? Was können Stiftungen tun, um die Integration von Geflüchteten jenseits großer Metropolen zu erleichtern? Wie kann das Wissen über bereits bestehende Maßnahmen besser vermittelt werden? In drei Themenrunden zu »Integration im ländlichen Raum«, »Patenschaften und Ehrenamt« sowie »innovative Formate und Methoden« wurden Erfahrungen und Ideen ausgetauscht sowie Möglichkeiten und Grenzen der Stiftungsarbeit diskutiert.
Dem ländlichen Raum lässt sich aus Sicht der Stiftungsvertreterinnen und –vertreter ein grundsätzlich positives Zeugnis für die Integrationsmöglichkeiten ausstellen. Zwar gibt es große Diskrepanzen zwischen Kommunen, die sich zum Teil schon seit Jahrzehnten mit dem Thema beschäftigen und solchen, die noch am Anfang stehen. Grundsätzlich sind aber auch jenseits der Metropolen gute Rahmenbedingungen und vielen Chancen gegeben. Gerade die Möglichkeiten von dezentraler Unterbringung durch Verfügbarkeit von Wohnraum, gute Versorgung mit Schul- und Kita-Plätzen sowieso die Bündelung von Angeboten und persönliche Ansprache machen das Ankommen in kleineren Städten zum Teil leichter und bieten sogar Vorteile gegenüber größeren Städten.
Allerdings ist die Ankunft von Geflüchteten auch immer ein Brennglas für bereits bestehende Missstände, wie zum Beispiel Mängeln in Infrastruktur, ÖPNV oder Internetversorgung. Entscheidend ist hier die Vermeidung von Insellösungen, sodass nötige Veränderungen der gesamten Bevölkerung zu Gute kommen. Hier können Stiftungen mit ihrer Expertise vermittelnd und beratend auftreten.
In der Themenrunde Patenschaften und Ehrenamt wurde weniger optimistisch diskutiert. Trotz großem ehrenamtlichen Engagement und vielen richtigen Ansätzen gibt nach wie vor viel Handlungsbedarf vor allem bei den Themen »Wohnen« und »Integrationskurse«. Betont wurden die immer noch wichtigen, unterstützenden Funktionen, die die vielen ehrenamtlichen Patinnen und Paten übernehmen.
Im letzten Themenblock zu innovativen Methoden und Formaten wurde es bunt. Über gute Ideen und kreative Formate wie dem »ersten gedruckten E-Book«, Methoden des Wissens und Ergebnistransfers bis hin zu Mikro-Projektförderungen wurde aus dem Experimentierkasten der Stiftungen berichtet. Kritisch angemerkt wurde, dass Digitalisierung bei all ihren Chancen vor allem durch die nötige Betreuung und Öffentlichkeitsarbeit viele Ressourcen und Know How voraussetze. Auch stellten sich die Anwesenden selbstkritisch die Frage, wieviel Innovation denn überhaupt nötig sei, um Stiftungsarbeit sinnvoll zu gestalten.
Zum Ende des 5. Stiftungsworkshops des Forschungsbereichs des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration und der Körber-Stiftung blieb Karin Haist so auch nur noch, die über die Jahre gewachsene Kultur der Offenheit und des kollegialen Austauschs wertzuschätzen. Wenn es um erfolgreiche Integrationsarbeit gehe, werde sich nicht nur auf die Schultern geklopft, sondern selbstkritisch und ehrlich über Probleme und Misserfolge gesprochen und gemeinsam an kreativen Lösungen gearbeitet. 

Peter Seeberger erhält Ernst-Hellmut-Vits-Preis 2018

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Peter Seeberger erhält Ernst-Hellmut-Vits-Preis 2018

Bei einer Feierstunde im Fürstbischöflichen Schloss in Münster überreichten der Rektor der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Johannes Wessels, und der Vorstandsvorsitzende der Universitätsgesellschaft Münster, Paul-Josef Patt, den mit 20.000 Euro dotierten Preis an Peter Seeberger. »Wir sind stolz, im Jahr unseres Jubiläums den Ernst-Hellmut-Vits-Preis an einen hochkarätigen Wissenschaftler vergeben zu können. Die Forschungen von Herrn Prof. Dr. Seeberger sind wegweisend«, so Paul-Josef Patt in seiner Begrüßungsrede.
mehr lesenInformationen zum Körber-Preis für Peter Seeberger

Pilotprojekte zur historischen Spurensuche in Georgien und Moldawien

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Pilotprojekte zur historischen Spurensuche in Georgien und Moldawien

Initiiert wurden die Geschichtswettbewerbe im Rahmen eines Projekts von DVV International, das von der Körber-Stiftung unterstützt und mit Mitteln des Auswärtigen Amts durchgeführt wird.
Innovative Geschichtsprojekte sind für den Historiker David Jishkariani aus Tiflis und die NGO »Soviet Past Research Laboratory (SovLab)« seit Jahren Alltagsgeschäft. Neu ist für beide das Format eines Wettbewerbs, bei dem Lehrer ihre Schüler dabei unterstützen, sich eigenständig mit der Geschichte ihres näheren Umfelds zu beschäftigen.
Die Wettbewerbsausschreibung zum Thema »Jugend im 20. Jahrhundert« entwickelte SovLab zusammen mit dem Verband Georgischer Geschichtslehrender (GAHE), der sich die Förderung eines modernen und anspruchsvollen Geschichtsunterrichts an Schulen und Universitäten zur Aufgabe gemacht hat. Unterstützt wurden beide Organisationen dabei von den Kollegen des DVVI-Büros in Tiflis. Um der Vielfalt des kaukasischen Landes Rechnung zu tragen, können Wettbewerbsbeiträge nicht nur in georgischer, sondern auch in Armenisch und Aseri, also in aserbaidschanischer Sprache, eingereicht werden.
Ebenfalls ein Pilotprojekt ist der Geschichtswettbewerb in Moldawien. Durchgeführt wird er von der Vereinigung junger moldawischer Geschichtsforschender (ANTIM) und dem DVVI in Chișinău. Thema des Wettbewerbes sind »Helden des 20. Jahrhunderts in unserer Nachbarschaft«. Die moldawischen Jugendlichen sind aufgefordert, sich mit der Ambivalenz des Begriffes »Helden« zu befassen, ihn kritisch zu hinterfragen und sich mit Biografien von Menschen in ihrem direkten Umfeld zu beschäftigen. Eine Stärke dieses Themas sehen Viorica Olaru-Cemirtan von ANTIM und ihre DVVI-Kollegen darin, dass es zu Gesprächen zwischen den Generationen über historische Fragen anregt.
Die Körber-Stiftung, die 2001 das EUSTORY-Netzwerk von derzeit über 20 Geschichtswettbewerben in Europa initiiert hat, unterstützt die Projektpartner in Georgien und Moldawien mit Praxisbeispielen und einschlägigen Wettbewerbserfahrungen aus anderen europäischen Ländern. »Das große Interesse der Lehrerinnen und Lehrer an den Methodenworkshops zum Projektlernen ist eine Basis, um nach den Auswertungen der Pilotrunde Geschichtswettbewerbe in den beiden Ländern dauerhafter zu implementieren«, sagt Katja Fausser, die das EUSTORY-Netzwerk leitet. »Bei EUSTORY gibt es viele positive Beispiele, wie sich aus kleinen Initiativen dauerhaft neue Impulse für das Geschichtslernen in verschiedenen europäischen Ländern etabliert haben.« Zur Stärkung der Pilotprojekte und zum Fachaustausch lud die Körber-Stiftung Ende März Vertreter aller am Projekt beteiligten NGOs nach Turin zur EUSTORY-Jahrestagung ein.
Auch zwei bestehende EUSTORY-Geschichtswettbewerbe profitieren von dem laufenden DVVI-Projekt: Die aktuellen Wettbewerbsrunden in der Ukraine und in Weißrussland werden in Zusammenarbeit mit den DVVI-Regionalbüros in Kiew und Minsk durchgeführt, um sie durch Synergien zu stärken.
Das aktuelle Thema des von der NGO »Nova Doba« in der Ukraine getragenen Wettbewerbes lautet »Die Geschichte meiner Gemeinde« und wurde in dieser Runde in Zusammenarbeit mit dem DVVI-Büro in Kiew entwickelt. Eine Besonderheit des ukrainischen Formats besteht darin, dass die Teilnehmenden nicht allein Geschichte und das kulturelles Erbe ihrer Umgebung erforschen, sondern zusätzlich Konzepte einreichen, wie ihre Ergebnisse zum Vorteil der lokalen Gemeinschaft genutzt werden könnten. Nach Abschluss des Wettbewerbs erhalten einige Gruppen die Möglichkeit, die von ihnen erstellten Konzepte auch tatsächlich vor Ort umzusetzen.
Als vierte Initiative in dem länderübergreifenden Rahmenprojekt steht der weißrussische Geschichtswettbewerb unter dem Titel »Hinter den Kulissen – Von der Familien- zur Kommunalgeschichte«; diese Ausschreibung wird von der NGO »Historica« zusammen mit dem DVVI-Büro in Minsk durchgeführt. Im Rahmen des Wettbewerbs sollen Fotografien aus Familienalben oder kommunalen Archiven Ausgangspunkt für die historischen Projekte der Schüler sein. Die vorbereitenden Tutorenworkshops fanden daher in Zusammenarbeit mit dem weißrussischen Staatsarchiv für Film-, Foto- und Phonodokumente statt, was den Lehrern einen guten fachlichen Hintergrund lieferte.
Inzwischen sind alle Wettbewerbe ausgeschrieben, in Moldawien zusammen mit einem kurzen Film. Aktuell sind die Organisatoren mit der Unterstützung der Tutorinnen und Tutoren und der Betreuung der Teilnehmenden beschäftigt, die auf ihre jeweiligen Einsendeschlüsse im April und Mai hinarbeiten. Alle Beteiligten hoffen, dass sich die bislang positive Resonanz auf die Wettbewerbe auch in einer großen Zahl von Beiträgen niederschlagen wird,  und freuen sich auf die Preisverleihungen und gemeinsamen Auswertungsworkshops mit den aktiven Tutoren im Sommer 2018. 

Digitale Transformation und Zukunftstechnologien

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Digitale Transformation und Zukunftstechnologien

Tilo Böhmann von der Universität Hamburg plädiert für Informatik als Fach im Regelunterricht: »Es müssen nicht alle Menschen Informatiker werden, aber wir müssen durch den Erwerb von grundlegenden informatischen Kenntnissen und Fähigkeiten raus aus der selbstverschuldeten digitalen Unmündigkeit«, so der Professor für IT-Management und -Consulting.
Auch Stefan Ullrich sieht in der Digitalisierung große Chancen für die Bildung und wirbt für eine offene und neugierige Haltung, seine Mission ist dabei weniger Informatik als Pflichtfach, sondern mehr die Frage nach den Auswirkungen der informationstechnischen Systeme auf die Gesellschaft. Der Informatiker forscht und lehrt am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft in Berlin.
Nach einem grundsätzlichen Einstieg ins Thema digitale Transformation hatten die Lehrerinnen und Lehrer Gelegenheit mit zehn Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft über konkrete technische Anwendungen zu sprechen: Die Digitaltechnik bestimmt längst die Arbeitswelt von heute, von der Automobilindustrie über die Medizintechnik bis hin zur Stadtplanung. »Wir sollten die Chancen der Digitalisierung nutzen und gleichzeitig notwendige Regulierungen diskutieren«, so Böhmann auch mit Blick auf den jüngsten Facebook-Datenskandal. Denn wenn zuerst alle Probleme der Zukunft gelöst werden müssten, könnte man die Zukunft leicht verpassen.
Die NAT-Tagung dient der Vernetzung und dem schulübergreifenden Austausch der Lehrerinnen und Lehrer in den naturwissenschaftlich-technischen Oberstufenprofilen in der Metropolregion Hamburg.
Weitere Informationen zur Tagung 

Archivarbeit im digitalen Zeitalter

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Archivarbeit im digitalen Zeitalter

Alle Wettbewerbe im Netzwerk sind eigenständig und in ihren jeweiligen Konzepten den verschiedenen nationalen Rahmenbedingungen angepasst. Gemeinsam eint sie der Anspruch, durch Projektarbeit einen kritischen Umgang mit historischen Quellen und einen multiperspektivischen Umgang mit Geschichte zu fördern.
Im Rahmen der Jahrestagung werteten die Teilnehmer die Zahlen der Archivnutzung in den verschiedenen Geschichtswettbewerben aus, die sich durchaus unterscheiden. In allen Projekten wird mit Primärquellen gearbeitet, die die Schüler über das Internet, in Bibliotheken, in der Familie, im lokalen Raum, im Archiv recherchieren oder durch Gespräche mit Zeitzeugen selber erheben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Wettbewerbsteilnehmer im Rahmen ihrer Recherchen auch den Lesesaal eines Archivs betreten, variiert dabei in den einzelnen Ländern durchaus.
Katja Fausser, die das EUSTORY-Netzwerk leitet, stellte die Ergebnisse einer Umfrage unter den Wettbewerbsorganisatoren vor. Eine zentrale Rolle spielen Archive demnach beispielsweise in den Wettbewerben in Irland, Deutschland, Tschechien, Bulgarien und Estland. So arbeiten in Irland alle Teilnehmer mit Archivalien, da der Wettbewerb die Förderung der Zusammenarbeit von Schülern und Archiven in den Mittelpunkt stellt.
Auch in Bulgarien und Estland sind Archive wichtige Kooperationspartner, die Sonderpreise unter den eingereichten Arbeiten vergeben. In Deutschland wie auch in vielen anderen Wettbewerben engagieren sich Archivmitarbeiter stark in der Methodenschulung sowie der Juryarbeit. Ganz anders ist die Situation beispielsweise in Weißrussland, wo eher Material aus der Familie oder Quellensammlungen aus der Zivilgesellschaft wie beispielsweise das Belarusian Oral History Archive in Minsk, das der EUSTORY-Partner Historika betreibt, Ausgangspunkt für Schülerprojekte sind.
Insgesamt hat knapp die Hälfte der 20 Wettbewerbsorganisatoren in der Zusammenarbeit mit Archiven umfassendere Erfahrungen gesammelt. Länger sprachen sie über die verschiedenen Hürden beim Zugang von Schülern zu Archiven in Europa und diskutierten u.a. die These, inwieweit der Zugang von Jugendlichen zu staatlichen Archiven ein verlässlicher Indikator für eine offene Zivilgesellschaft sein kann.
Einen größeren Raum nahm während der Tagung die Frage ein, wie sich die Zusammenarbeit mit Archiven durch die zunehmende Digitalisierung verändert und welche Folgen das ganz konkret für geschichtsinteressierte Jugendliche hat.
Hier stellten Kollegen der Fondazione per la Scuola, die seit 2004 einen italienischen Geschichtswettbewerb durchführt und Gastgeber des diesjährigen Netzwerktreffens war, vor, wie sie auf diese Herausforderung in ihrem Projektdesign reagiert haben. Seit einem Relaunch im Jahr 2012 stellt die Fondazione nun die Förderung der digitalen Mündigkeit ihrer Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt, indem die Schüler ausschließlich online nach Quellen und Informationen für ihre Projektarbeit suchen und sich dabei intensiv mit dem Internet beschäftigen müssen: Wer ist der Betreiber des Portals? Wie ist der Überlieferungszusammenhang der hochgeladenen Quellen? Handelt es sich um Archivbestände, private Sammlungen oder gar um einzelne Dokumente, die aus dem Zusammenhang gerissen als Beleg für eine These mit schwachem Wahrheitsgehalt herhalten?
Da sich das Internet in rasendem Tempo zu einem Hypermedium entwickelt, das einerseits Zugang zu einer ungeahnten Fülle an dezentral bereitgestellten Informationen bietet und gleichzeitig die Rolle von Fachleuten verändert, diskutierten die Wettbewerbsorganisatoren, wie der Werkzeugkasten für historische Projektarbeit erweitert werden muss, damit er den Anforderungen des 21. Jahrhundert gerecht wird. Als ein Ergebnis der Tagung werden methodische Hilfestellungen für Schüler im Umgang mit Quellen im digitalen Zeitalter demnächst auf dem EUSTORY Portal dem gesamten Netzwerk zur Verfügung gestellt werden.
Nicht zuletzt tragen die Wettbewerbe des Netzwerks auch selber zum kulturellen Gedächtnis bei, da in der Mehrheit der Länder die eingereichten Beiträge archiviert und so in vielen Fällen für eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich werden. Im Rahmen ihrer Tagung tauschten sich die Mitglieder darüber aus, wie diese Schülertexte zukünftig stärker selber als Quellen für eine Auswertung genutzt werden könnten. In welchem Ausmaß können die Schülerarbeiten als Quellen für bisher ungekannte und ungehörte Geschichten »von unten« genutzt werden, und wo gibt es Ansätze zu analysieren, wie sich beispielsweise Diskurse der Gegenwart in den Schülerarbeiten spiegeln? Die Impulse der Jahrestagung werden in den kommenden Monaten bei EUSTORY weiter verfolgt.
Einen Perspektivwechsel zu diesem Thema ergab sich für die Tagungsteilnehmer bei Besuchen des historischen Archivs der mit der italienischen Gastgeberstiftung verbundenen Fondazione 1563 sowie des Istoreto – Istituto piemontese per la Storia della Resistenza. Mit Vertretern beider Institutionen reflektierte die Gruppe Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schulen.

Junger Blick auf europäisches Gedenkjahr

MIL OSI – Source: Koerber Stiftung – Press Release/Statement

Headline: Junger Blick auf europäisches Gedenkjahr

»Geschichte existiert nicht nur in einer entfernten Ecke unseres Lebens, wie viele vermuten, sondern verläuft oft parallel zur Gegenwart«, sagt Maria Krylova (22), gebürtige Russin, die in Ungarn und Schweden aufwuchs, derzeit in Großbritannien Geschichte studiert und seit kurzem Teil des Redaktionsteams des History Campus ist.
Das diesjährige Redaktionsteam kam zu einem Workshop in Hamburg zusammen und beschloss die Themen für das weitere Jahr auf dem History Campus Blog, der europäischen Plattform zu jungen Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart. Das Super-Gedenkjahr 2018 wird auch die Agenda des History Campus‘ bestimmen: Es jährt sich nicht nur das Ende des Ersten Weltkriegs, sondern auch das Frauenwahlrecht zum 100. Mal; ebenso wird des Prager Frühlings 1968 gedacht und des Endes der Tschechoslowakei vor 25 Jahren im Jahr 1993. Das Erbe und die Auswirkungen dieser Ereignisse auf die junge Generation aus ganz Europa wird aus verschiedenen Perspektiven diskutiert werden.
Dabei beleuchten die Autoren des History Campus auch kontroverse Themen und gegenwärtige Konflikte und legen auch mal den Finger in die Wunde: Die immer weiter auseinander driftenden Gräben in Europa werden zum Beispiel anhand der Situation junger Europäer in Großbritannien in Brexit-Zeiten verdeutlicht. Auch der sich immer weiter verschärfende Konflikt im Osten der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die junge Generation der Region wird 2018 ein Thema sein. Die Autoren stellen sich auch der Herausforderung, das Spannungsfeld zwischen den sich zunehmend auf die eigenen Interessen fokussierenden Länder Europas zu hinterfragen und aus der Perspektive transnational denkender junger Menschen Ideen für Europa zu entwickeln.
Dabei durchbricht der History Campus nationale Echoräume und überwindet mentale Monokulturen: Die Beiträge von Autoren aus 30 verschiedenen Ländern, von Schülerinnen und Schülern, Studierenden und jungen Berufstätigen aus allen Fachrichtungen zeigen die Vielfalt der für junge Menschen relevanten Themen und Meinungen zu historisch-politischen Themen und Identitätsfragen: »Jeder kodiert Ereignisse und Texte aus der eigenen Erfahrungswelt heraus«, stellt Maria fest. »Auf dem History Campus kommen junge Menschen aus ganz Europa zu Wort und wir können unsere Meinungen äußern und diskutieren.«
Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Themen und Formaten der vergangenen Jahre wieder. So wurde 2016 beispielsweise für einen neuen und ausgeglicheneren Umgang mit dem kontrovers diskutierten Gedenken an das Massaker von Srebrenica in Serbien geworben. Aber auch die Nachwirkungen der Tschernobyl-Katastrophe wurden aus verschiedenen nationalen Perspektiven untersucht. Zudem wurde Geschichte, die vor der Nase der Passanten auf der Straße liegt, in der Sektion »History to Go« aufgespürt. Im letzten Jahr setzten sich die Autoren des History Campus mit dem Format »#Call Europe« mit den kritischen politischen Entscheidungen, die im Rahmen vieler Wahlen auftauchten aus der Perspektive junger Menschen auseinander und erklärten und kommentierten Alternativen und deren Auswirkungen auf nationaler und europäischer Ebene.
Das Redaktionsteam 2018 besteht neben Maria Krylova (22, Schweden), aus Phillip Landgrebe (22, Deutschland), Jonas Ravn (19, Dänemark) und Taras Oleksyn (26, Ukraine), die das Team aus dem vergangenen Jahr um Gregor Christiansmeyer (21, Deutschland), Camilla Crovella (24, Italien), Adelina Fendrina (20, Bulgarien) und Milena Tatalovic (31, Serbien) ergänzen.
Mit dem History Campus schafft die Körber-Stiftung einen Raum für junge Debatten zu Geschichte und Identität. Auf dem History Campus dient Geschichte und die Auseinandersetzung mit der Vielfalt der Perspektiven auf die Vergangenheit als Labor für internationale Verständigung. Das Redaktionsteam ist ein peer-to-peer-Programm für junge Europäer, die gemeinsam mit der Körber-Stiftung den History Campus Blog kuratieren, die Themen festlegen, junge Autoren akquirieren und den Redaktionsprozess begleiten.
Junge Europäer, die Interesse am Schreiben eines Blogposts oder der Mitarbeit in der Redaktion des History Campus haben, können das Redaktionsteam unter info@historycampus.org erreichen. Die Redaktion sucht immer nach jungen Autoren mit frischen Perspektiven und interessanten persönlichen Zugängen oder Erfahrungen zu Fragen von Geschichte und Identität. Jedes Jahr im Herbst gibt es die Möglichkeit, Teil des Redaktionsteams zu werden. Die nächste Ausschreibung für das Editors Programm erfolgt im November 2018 auf dem History Campus, die Termine werden auch im EUSTORY-Newsletter angekündigt.