Förderprogramm zur Stärkung der Zivilgesellschaft startet

Source: Koerber Stiftung

Ziel von »Civitates. A Philanthropic Initiative for Democracy and Solidarity in Europe« ist es, zivilgesellschaftliche Organisationen aus EU-Mitgliedsstaaten und EFTA-Ländern bei der Bildung von starken nationalen Bündnissen zu unterstützen und gemeinsame Aktvititäten von Akteuren aus der Zivilgesellschaft zu fördern. So können diese den Herausforderungen der enger werdenden Handlungsspielräume für Nichtregierungsorganisationen in vielen Staaten Europas wirkungsvoll begegnen.
Das Förderprogramm ist zweistufig organisiert. In der ersten Phase können Projektpartner Mittel beantragen, um sich mit Partnern aus unterschiedlichen Sektoren und/oder Regionen zu vernetzen und tragfähige Bündnisse auf- und auszubauen. In der zweiten Phase können sich diese Bündnisse um Fördermittel für die operative Durchführung von gemeinsamen Aktivitäten und Maßnahmen bewerben. Mit diesen Mitteln können sie ihre gesellschaftliche Rolle stärken und wirkungsvoll aktuellen Herausforderungen, die beispielsweise ihre Handlungsfreiheit, ihre Finanzierungsmöglichkeiten oder ihre Teilhabe am öffentlichen Diskurs beschneiden, begegnen. So können sie sich gemeinsam auch weiterhin für ihre verschiedenen gesellschaftlichen Anliegen einsetzen und ihre Watchdog-Funktion erhalten.
Die Körber-Stiftung ist Gründungsmitglied der Initiative, da die Werte einer liberalen, offenen und demokratischen Gesellschaftsordnung seit vielen Jahren der Rahmen ihrer operativen Arbeit bilden. Insbesondere mit ihrem Engagement im Handlungsfeld Internationale Verständigung setzt sich die Stiftung für die Stärkung einer aktiven europäischen Zivilgesellschaft ein, um einer drohenden gesellschaftlichen und politischen Spaltung Europas entgegenzuwirken. Die zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen für die Arbeit von NGOs in zahlreichen Ländern Europas sind dabei ein wichtiges Thema.
Der Wert einer unabhängigen Zivilgesellschaft in Europa zeigt sich ganz konkret am Beispiel des Geschichtsnetzwerks EUSTORY, bei dem Vereine, Verbände, Stiftungen ebenso wie engagierte Lehrerinnen und Lehrer auf eine offene Gesellschaft angewiesen sind, wenn sie Schülerinnen und Schüler unterstützen, ihre Lokal- und Familiengeschichte zu erforschen und sich aktiv in die Erinnerungskultur ihrer Länder einzubringen.
Die Bewerbungsfrist für die erste Förderstufe des Civitates-Programms endet am 15. Juni 2018. Das Förderprogramm ist bei NEF, dem Network of European Foundations, angesiedelt.Details zu Civitates und den Förderkriterien (in englischer Sprache)

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THE BERLIN PULSE in Brüssel!

Source: Koerber Stiftung

Angesichts der langwierigen Regierungsbildung wurde innerhalb Europas daher mit umso mehr Spannung erwartet, welche europapolitischen Positionen die nächste Bundesregierung formulieren würde. Inzwischen steht der neue Koalitionsvertrag. In Kooperation mit Carnegie Europe hat die Körber-Stiftung daher in Brüssel eine Diskussionsveranstaltung zu Deutschlands europäischer Agenda durchgeführt. Die Ergebnisse aus THE BERLIN PULSE standen dabei im Mittelpunkt.
Nora Müller, Bereichsleiterin Internationale Politik der Körber-Stiftung, stellte zu Beginn der Veranstaltung die europapolitischen Einstellungen der Deutschen vor, die für THE BERLIN PULSE erhoben wurden. Die Deutschen sähen die EU mehrheitlich nicht auf dem richtigen Weg und wünschten sich in Zukunft insbesondere mehr Kompetenzen der EU im Bereich Verteidigung, Außenpolitik, Migration und Entwicklungspolitik, betonte sie. Obwohl die Deutschen in Frankreich ihren wichtigsten Partner sähen, sollte Deutschland im Rahmen der EU weiterhin eng mit allen Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, so Müller weiter.
Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion, an der neben Nora Müller noch Arne Lietz, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Nicolas Suran, Frankreichs Botschafter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU, teilnahmen. Judy Dempsey, Chefredakteurin von Carnegie Europe’s »Strategic Europe«, moderierte.
Trotz der fehlenden Beteiligung an den jüngsten Luftschlägen gegen das syrische Regime zeigte sich Nicolas Suran optimistisch, dass Deutschland in Europa und der Welt gemeinsam mit seinen Partnern zukünftig mehr Verantwortung übernehmen werde. Er äußerte Verständnis dafür, dass Deutschland nach Jahren der Zurückhaltung erst in diese Rolle hineinwachsen müsse. Arne Lietz betonte, dass die EU insbesondere in Hinblick auf den wachsenden Einfluss Chinas eine gemeinsame Haltung und Strategie entwickeln müsse. Für ein entschiedeneres internationales Auftreten der EU bedürfe es zudem der Stärkung der EU-Außenbeauftragten sowie des Europäischen Parlaments.

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Mein Hamburg: Lothar Dittmer

Source: Koerber Stiftung

Das Stadtportal »HAMBURG schnackt!« fragte Lothar Dittmer, Vorsitzender des Vorstands der Körber-Stiftung, was er an seiner Stadt liebt. Im Interview erzählt er, warum er den Hafen mehr mag als die Alster, wie wichtig Stiftungen sind und wie er selbst zur Körber-Stiftung kam.

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Wissenschaft und ihr (Mehr)-Wert für die Gesellschaft

Source: Koerber Stiftung

Bekämpfung des Klimawandels, Therapien für Krebs, Ursachen und Folgen weltweiter Migration – die Wissenschaft forscht an einer Vielzahl von Themen, die schon auf den ersten Blick gesellschaftlich relevant sind. Wie aber sieht es in der ganzen Breite von Wissenschaft und Forschung aus? Bekommt die Gesellschaft das, was sie erwarten darf? Diese Frage stellte die Helmholtz Gemeinschaft im Rahmen ihrer Debattenreihe Fokus@Helmholtz. Auf dem Podium »Schön, teuer, nutzlos? – Wissenschaft und ihr Mehrwert für die Gesellschaft« diskutierten der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der Chefredakteur von Spektrum der Wissenschaft Carsten Könneker, der Technikphilosoph Armin Grunwald, die Lehrerin Heike Kusserow und Friederike Schneider von der Körber-Stiftung.
Nachbericht und Video-Statements der Podiumsgäste

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Theaterfestival Körber Studio Junge Regie bietet Raum für Entdeckungen

Source: Koerber Stiftung

Das Programm für das fünfzehnte Festival ist nun erschienen: 12 Inszenierungen an fünf Tagen stehen auf dem Spielplan sowie Publikumsgespräche mit den Regieteams und zum Festivalabschluss eine öffentliche Jurysitzung mit Preisverleihung. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den deutschsprachigen Hochschulen sowie zahlreiche Verantwortliche aus der deutschsprachige Theaterszene kommen nach Hamburg, um gemeinsam mit dem Hamburger Theaterpublikum spannende neue Arbeiten zu erleben und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Das Festival Körber Studio Junge Regie gilt als die »bundesweit wohl wichtigste Plattform für den Regienachwuchs« (NDR Kultur). Neben den zwölf Inszenierungen, die die Regiestudiengänge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fürs Festival nominiert haben, präsentiert das Körber Studio Junge Regie erstmals außer Konkurrenz eine Arbeit zu Digitalen Medien aus dem Studiengang »Zeitgenössische Puppenspielkunst« der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«.
Anlässlich der Eröffnung des Festivals am 6. Juni hält Kay Voges, Intendant des Schauspiel Dortmund, eine Rede zu »Digitalen Welten im Theater«. Zu diesem Thema gibt es zum Festivalauftakt auch eine Masterclass für die teilnehmenden Regiestudierenden, die von Friedrich Kirschner geleitet wird, Professor für Digitale Medien im Puppenspiel an der Berliner HfS »Ernst Busch«.
Das Körber Studio Junge Regie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Thalia Theaters, der Körber-Stiftung und der Theaterakademie Hamburg unter der Schirmherrschaft des Deutschen Bühnenvereins.
Die Jury 2018
Esther Boldt (Kritikerin, nachtkritik.de, Theater heute, taz)Bettina Bruinier (Schauspieldirektorin, Saarländisches Staatstheater)Martin Hammer (Kurator, Wiesbaden Biennale)Tomas Schweigen (Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer, Schauspielhaus Wien)Christian Tschirner (Dramaturg, Deutsches Schauspielhaus Hamburg).
Infos zum Festival
Festivalprogramm zum Download (PDF)
Programm und Tickets

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Anmeldung freigeschaltet: 50 Lehrerworkshops zum Geschichtswettbewerb

Source: Koerber Stiftung

Die Veranstaltungen bieten methodische Anleitungen, Themenbeispiele, Einblicke in die Projektbetreuung und Austausch mit anderen Tutoren. Die Workshops sind in der Regel als Fortbildung für Lehrkräfte anerkannt.
Außerdem führt die Körber-Stiftung vier zweitägige Workshops durch, die sich bundesweit an alle interessierten Lehrerinnen und Lehrer richten. Im Mittelpunkt der überregionalen Veranstaltungen stehen unter anderem die Archivarbeit mit Schülern, die kreative Darstellung historischer Themen sowie ausführliche Einblicke in das Bewertungsverfahren, Austausch mit erfahrenen Tutoren sowie praktische Tipps zur historischen Projektarbeit. »Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort, ein vielfältiges Angebot an Fortbildungen und Workshops zum Wettbewerbsstart anbieten können. Die Unterstützung durch außerschulische Lernorte wie Archive, Gedenkstätten und Museen sind wichtige Pfeiler für den Wettbewerb«, so Carmen Ludwig, Programmleiterin Geschichtswettbewerb bei der Körber-Stiftung.
Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist ab sofort per E-Mail an gw@koerber-stiftung.de möglich.
Die Termine in der Übersicht:
14. – 15. Juni 2018, StuttgartProgramm (PDF)
25. – 26. Juni 2018, BerlinProgramm (PDF)
30. – 31. August 2018, FrankfurtProgramm (PDF)
17. – 18. September 2018, HamburgProgramm (PDF)
Alle Termine und Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Geschichtswettbewerbs.
Über den Geschichtswettbewerb
Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Er will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken. Ausgeschrieben wird der Geschichtswettbewerb zu wechselnden Themen in einem zweijährigen Turnus.

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Einladung zur Konferenz »Schule MIT Wissenschaft« Hamburg

Source: Koerber Stiftung

Wie kann man mit Arduino eine Ampel programmieren oder einen Roboter bauen? Welche Möglichkeiten bieten Citizen Science-Projekte für Schulgruppen, selbst zu forschen, z. B. der Verschmutzung des Meeres durch Plastik auf den Grund zu gehen?  Oder wie lässt sich mithilfe eines Smartphones Silicat im Trinkwasser messen?
Zur Konferenz »Schule MIT Wissenschaft« sind MINT-Lehrkräfte aus der Metropolregion Hamburg eingeladen, die Lust haben, sich über die eigenen Fächergrenzen hinaus inspirieren zu lassen. Sie findet am 27. Juni im Schülerforschungszentrum Hamburg statt.
»Schule MIT Wissenschaft «Hamburg ist eine Kooperation von Körber-Stiftung, MIT Club of Germany und Schülerforschungszentrum Hamburg. An dem Programm beteiligen sich Forscherinnen und Forscher der Hamburger Hochschulen, des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft Berlin, der Universität Kiel und des MIT in Cambridge.
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung bis zum 11. Mai 
Programm (PDF)

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Preisträger des russischen Geschichtswettbewerbs in Moskau ausgezeichnet

Source: Koerber Stiftung

Knapp 1.800 Beiträge aus rund 80 Regionen Russlands waren in der aktuellen Wettbewerbsrunde bei MEMORIAL International eingegangen. Auch in diesem Jahr standen Forschungsarbeiten zur biografischen Geschichte im Mittelpunkt der Einsendungen. Das Themenspektrum der Schülerinnen und Schüler umfasste dabei das gesamte 20. Jahrhundert: Neben Arbeiten zu persönlichen Erinnerungen an die Russische Revolution und dem Beginn der sogenannten »neuen Zeit« in den 1920er Jahren wurden auch Beiträge zur Leningrad-Blockade während des Zweiten Weltkriegs oder den Jahren der Entstalinisierung in den 60er Jahren ausgezeichnet. Einen der drei ersten Preise erhielt eine Forschungsarbeit zum Einsatz sowjetischer Soldaten im Afghanistan- Krieg, die eine Schülerin aus dem Kreis Archangelsk verfasst hatte.
Zahlreiche Laudatoren, unter ihnen die bekannte russische Schriftstellerin Ljudmila Ulitzkaja, der Botschafter der EU in Russland, Markus Ederer, der deutsche Bundestagsabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff und der Vorsitzende des Rates für die Menschenrechte beim Präsidenten Russlands, Michail Fedotov, würdigten die Leistungen der Schülerinnen und Schüler sowie die ehrenamtliche Arbeit der begleitenden Lehrer. Michail Fedotov erinnerte in seiner Ansprache auch daran, wie sehr der im Dezember 2017 verstorbene Mitbegründer und langjährige Vorsitzende von MEMORIAL, Arsenij Roginskij, mit dem Wettbewerb verbunden war. Seit 19 Jahren war es diesmal die erste Runde, in der Roginskij die Wettbewerbsbeiträge nicht selbst lesen und mit bewerten konnte.
Viele der Reden hoben die Bedeutung eigenständiger, kritischer Erforschung von Regional- und Familiengeschichte durch junge Erwachsene in Zeiten der Renationalisierung von Geschichte hervor. Patriotismus an sich sei nichts Schlechtes, betonte etwa Natalja Solzhenitsyna, Witwe des Schriftstellers Alexander Solzhenitsyn und Vorsitzende der gleichnamigen Stiftung, aber sie wünsche sich sehr, dass der russische Geschichtswettbewerb dazu beitrage, die Zahl »denkender Patrioten« in Russland zu steigern.
Irina Scherbakowa, Vorsitzende des Organisationskomitees und langjährige Leiterin des traditionsreichen Geschichtswettbewerbs, dankte am Ende der Veranstaltung allen Partnern und Unterstützern des Wettbewerbs und zeigte sich erleichtert, dass die Preisverleihung in diesem Jahr ohne Störungen von außen durchgeführt werden konnte. Vor zwei Jahren hatten nationalistische Aktivisten die Gäste der Preisverleihung beschimpft und angegriffen. MEMORIAL hat seither die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs verschärfen müssen.
Auch in diesem Jahr sind wieder Preisträger aus Russland eingeladen, am internationalen EUSTORY-Summit, dem Preisträgerprogramm der Körber-Stiftung und ihrer Partner, teilzunehmen. Für einige der 43 jetzt in Moskau Ausgezeichneten steht – im Falle einer erfolgreichen Bewerbung –  bis Ende des Jahres daher noch eine Reise nach Berlin auf ihrer Agenda. Dort werden sie mit über einhundert weitern Preisträgern aus ganz Europa über die Bedeutung der Vergangenheit für die europäische Gegenwart diskutieren.Der russische Geschichtswettbewerb von MEMORIAL International wurde 1999 gegründet und findet seither jährlich statt. Er zählte zu den Gründungsmitgliedern des EUSTORY- Netzwerks, das 2001 von der Körber-Stiftung ins Leben gerufen wurde und das mittlerweile aktive Geschichtswettbewerbe in über 20 Ländern Europas umfasst. Seit Gründung des russischen Wettbewerbs haben sich rund 40.000 Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Land mit ihren Forschungsarbeiten daran beteiligt. Der Wettbewerb wird aus Deutschland von der Stiftung EVZ, der Heinrich-Böll-Stiftung, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Körber-Stiftung unterstützt. Aber auch in Russland hat das Projekt wichtige Partner: So finanziert die Michail-Prochorov-Stiftung seit einigen Jahren nicht nur Universitätsstipendien für die Erstpreisträger, sondern unterstützt auch den Wettbewerb insgesamt als Hauptförderin. Die Unterstützung aus der russischen Zivilgesellschaft ist für MEMORIAL International noch wichtiger geworden, seitdem die Organisation Ende 2016 vom russischen Justizministerium in die Liste der sogenannten »ausländischen Agenten« aufgenommen wurde.Mehr über EUSTORYWeitere Informationen zum russischen Geschichtswettbewerb in Englisch und Russisch 

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Historische Annäherung in Korea

Source: Koerber Stiftung

Moon Jae In, Präsident der Republik Korea, traf sich mit dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un im Grenzdorf Panmunjom. Es ist ein historischer Schritt für die innerkoranische Annäherung. Moon stellte bereits im vergangenen Jahr bei der Körber-Stiftung seine Vision für Frieden auf der Koreanischen Halbinsel vor.

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Erstes Netzwerktreffen der MINT-Regionen in Baden-Württemberg

Source: Koerber Stiftung

Bei dem Treffen am 23. April, zu dem Vertreterinnen und Vertreter der bestehenden MINT-Regionen in Baden-Württemberg sowie die Partnerinnen des Netzwerkes »Frauen in MINT-Berufen« eingeladen waren, zeigte sich Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz beeindruckt: »Es ist begeisternd zu erleben, wie aktiv und motiviert sich die vielen, verschiedenen Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen und Regionen des Landes in der Förderung des MINT-Nachwuchses engagieren. Diese Akteure haben eine Schlüsselrolle bei der Fachkräftesicherung für unseren Wirtschaftsstandort.«
Die Bestandsaufnahme, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums durchgeführt worden ist, macht deutlich, dass es zwar viele regionale Einzelinitiativen im Land im MINT-Bereich gibt, diese aber oftmals noch zu wenig von der Existenz anderer MINT-Akteure oder möglicher Förderungen wissen. Die regionalen Akteure wünschen sich daher mehr strukturelle Förderung und dauerhafte finanzielle Unterstützung, eine stärkere regionale und landesweite Vernetzung sowie Koordination und eine Plattform für den regelmäßigen Erfahrungsaustausch.
Genau hier sieht Matthias Mayer, Leiter des Bereichs Wissenschaft, die Stärke der MINT-Regionen. Ihre Aufgabe ist es, Transparenz über die Angebote vor Ort herzustellen, die Akteure regional zu vernetzen und sich überregional auszutauschen. Er warb daher für die Unterstützung von regionalen Netzwerkstrukturen durch Landesprogramme, wie zum Beispiel in Bayern oder Rheinland-Pfalz. Stephanie Kowitz-Harms, Programm-Managerin im Bereich Bildung, stellte im Anschluss die konkreten Aktivitäten der Körber-Stiftung für die MINT-Regionen vor.
Die rege Beteiligung an dem Treffen unterstrich noch einmal das große Interesse an den regionalen MINT-Netzwerken in Baden-Württemberg. Das Wirtschafts- und Arbeitsministerium sicherte daher zu, die MINT-Akteure im Land zukünftig noch besser zu vernetzen und eine landesweite Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur Unterstützung zu schaffen. Eine Fortsetzung des Treffens ist im kommenden Jahr geplant.

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