Mit 20 Jahren schon die Welt umrundet

Source: DOSB

Als Elfjährige begann Nirina Beilfuß zu rudern, als Zwanzigjährige hatte sie bereits 40.077 Kilometer im Boot zurückgelegt, also rechnerisch einmal die Erde umrundet.
Damit hat sie auch die Bedingungen für den Äquatorpreis des Deutschen Ruderverbandes (DRV) erfüllt. Beim DRV-Wanderrudertreffen in Schweinfurt nahm die zierliche Sportlerin vom Ruderclub Kleinmachnow Stahnsdorf Teltow (RC KST) jetzt stolz die gewichtige Plakette entgegen. Sie ist die jüngste Preisträgerin seit es diesen Wettbewerb gibt. In aller Regel braucht es Jahrzehnte, bis man so viele Kilometer auf dem „Ruder-Tacho“ stehen hat, und der Preis ist die Krönung der ruderischen Lebensleistung.
Zum RCKST gestoßen war die gebürtige Madagassin 2008. Mitschülerinnen, die bereits dort ruderten, hatten bei einem „Dorffest“ – Kleinmachnow liegt vor den Toren Berlins – Werbung für den Club gemacht. „Sie haben mir begeistert vom Ruderprogramm und den Wanderfahrten erzählt“, erinnert sich Nirina. „und als einige Zeit später ein Flyer vom ‘Tag der offenen Tür’ in unseren Briefkasten lag, war das der Kick, mal hinzugehen und das Rudern auszuprobieren.“  Es gefiel ihr. Und sie blieb.
„Mittlerweile sind wird sehr gute Freundinnen geworden und haben zusammen schon viele schöne Wanderfahrten erlebt – ich bin ein absoluter Fan des Wanderruderns“, erzählt sie. Beim RC KST ist sie da an der richtigen Adresse. Dort setzt man ganz bewusst auf diese Alternative zum Rennrudern. Und wie kein zweiter in Deutschland versteht es der Verein, Kinder und Jugendliche dafür zu begeistern, im Ruderboot mit eigener Kraft auf „Kreuzfahrt“ zu gehen. Mindestens zwölf Wochen im Jahr ist der Club auf Wanderfahrten im In- und Ausland unterwegs. Bei den Touren sind fast immer alle Altersgruppen vertreten und Gäste aus dem In- und Ausland dabei. Auch im Club selbst sind verschiedene Nationalitäten vertreten. „Wir sind eine ziemlich bunte Truppe“, findet Nirinas Vater Martin Beilfuß. Er rudert inzwischen auch, desgleichen Mutter Sonya und Bruder Jonathan – Nirina hatte die ganze Familie mit dem (Wander-)Ruderbazillus angesteckt.
Sie selbst ruderte bereits in Deutschland, Frankreich, Holland, Belgien, Schweden, Finnland, Norwegen, Italien, Polen, Tschechien, der Slowakei, Österreich, Ungarn, Serbien, Kroatien, Bulgarien und Rumänien. „Am Wanderrudern gefällt mir, dass man vom Boot aus viele Dinge sieht, die man im normalen Alltag gar nicht wahrnimmt: Bizarr geformte Bäume, interessante Architekturen von Häusern oder Hütten, Tiere in freier Wildbahn – Robben, Papageientaucher, Pelikane, Schildkröten, Camarguepferde. Man kommt an Orte, an denen man mit dem Auto nie gezielt hinfahren würde oder, wie bei unserer Fahrt ins Donaudelta vor neun Jahren, wo noch nie ein Ruderer gewesen ist. Es ist auch immer wieder interessant, die verschiedenen Lebensstile und Landschaften zu erleben – in Rumänien zum Beispiel die Pferde-Karren, die dort noch häufiger auf den Straßen zu sehen sind. Oder die weiten Flächen und einsamen Inseln der Saimaa-Seenplatte. Die Canyons in Kroatien. Und das offene Meer am Nordkap – die sind einfach beeindruckend. An Wanderfahrten mag ich auch, dass es auch mal ganz anders kommt als geplant, wegen des Wetters (Wind, Wellen, Regen, Gewitter), komischer Quartiere oder Problemen mit Behörden. Aber gerade nach nervigen Situationen schätzt man es um so mehr, wenn man wieder auf dem Wasser ist und in Ruhe rudern kann. Und hängen bleiben letztendlich immer die schönen Momente.“
Ein schöner Moment war, als ihr bei der dreiwöchigen Sommerwanderfahrt 2017 durch Nordostfrankreich, Belgien und Holland eine Punktlandung glückte: Exakt bei der Ankunft am Steg in Utrecht hatte sie den vierzigtausendsiebenundsiebzigsten Kilometer im Ruderboot zurückgelegt. Inzwischen muss sie ruderisch allerdings kürzertreten. Sie studiert Biotechnologie an der TU Berlin – „begeistert“, wie sie sagt -, „aber während der Schulzeit brauchte ich mit dem Fahrrad fünf Minuten bis zum Ruderclub, durch den weiten Fahrweg zur Uni schaffe ich es nur noch zwei, drei Mal in der Woche aufs Wasser zu gehen. In Klausurenphasen muss ich das Rudern auch ab und zu ganz ausfallen lassen. Oder auf die dreiwöchige Sommerwanderfahrt – „da rudern wir um die 800 Kilometer, bei unterschiedlichsten Wetterbedingungen“ – verzichten weil der an den Schulferien orientierte Termin nicht mit den Semesterferien zusammenpasst. So kommen übers Jahr „nur“ noch 3000 Kilometer zustande, bedauert sie. 2011 waren es mehr als doppelt so viel gewesen – da hatte sie ihren persönlichen Rekord auf 6.834 Kilometer geschraubt. „Aber auch schon das wöchentliche Training – im Sommer rudern wir Mittwochs bei der Wannsee-Umfahrt bis zu 30 Kilometer“ – ist für mich ein guter Ausgleich zur Uni, bei dem man einfach schnell den Kopf frei bekommt. Und Konzentrieren ohne ruderischen Ausgleich funktioniert bei mir eh nicht.“
Auf keinen Fall ausfallen lässt sie „unseren vereinseigenen Warthe-Marathon“. Der findet immer über Himmelfahrt statt. „Die Warthe ist ein schöner, einsamer Fluss durch Wälder und weite Wiesen, übernachtet wird auf kleinen Bauernhöfen. In vier Tagen rudern wir da rund 400 Kilometer. Hinterher ist man ziemlich fertig, aber trotzdem nehme ich diese Herausforderung nun schon seit sechs Jahren immer wieder aufs Neue gerne an.“ Und für den Warthe-Marathon schwänze sie auch schon mal die Uni, verrät sie.
(Autorin: Anne Schneller)

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“Willkommen im Sport” Projektbesuch beim TSV Schilksee

Source: DOSB

Sport- und Bewegungsangebote für geflüchtete Menschen anbieten, das ist das Ziel des vom Deutschen Olympischen Sportbund, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie den Landessportverbänden geförderten Projektes „Willkommen im Sport“.

Im Rahmen eines Besuches beim TSV Schilksee überzeugte sich die Projektkoordinatorin Larissa Weidmann vom Deutschen Olympischen Sportbund gemeinsam mit Johanna Katschke vom LSV Schleswig-Holstein, wie beispielhaft dieses Ziel in Schilksee in die Praxis umgesetzt wird. Jeden Donnerstag Nachmittag treffen interessierte geflüchtete Kinder und Jugendliche im Ponygehege an den Salzwiesen ein, um den Nachmittag gemeinsam mit den Ponys zu verbringen. In kleinen Gruppen kümmern sie sich zusammen mit jeweils einem Betreuer oder einer Betreuerin um ein Pony. Die Kinder reiten, führen, putzen und kümmern sich um die Tiere.So wird neben der sportlichen Aktivität vor allem das Verantwortungsbewusstsein geschult und das Selbstvertrauen durch den Umgang mit den Tieren gestärkt. Der Spaß und das tiergerechte Verhalten mit den Ponys stehen jederzeit im Vordergrund.Während des Projektbesuchs durften die Kinder beim Ringreiten ihr Können unter Beweis stellen, was den Ehrgeiz aller Kinder weckte und ihre Gleichgewichtsfähigkeit und Auge-Hand-Koordination trainierte.

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Die Vielfalt des Sports auf der Frankfurter Buchmesse

Source: DOSB

Der DOSB ist wieder auf der Frankfurter Buchmesse vertreten: dieses Jahr mit mehreren gesellschaftlich wichtigen Themen.

2018 präsentiert der DOSB dort unter dem gemeinsamen Dach „Vielfalt“ seine Themen Integration, Inklusion, Sport der Älteren und Geschlechtergleichstellung.
Neben dem inhaltlichen Austausch können die Besucherinnen und Besucher am DOSB-Stand sportlich aktiv sein. Anhand eines Selbstchecks finden Interessierte zusätzlich heraus, wie fit sie für die Vielfalt sind. Dabei erfahren sie erstaunliche Fakten zu Integration, Inklusion und  Geschlechtergleichstellung. Die Fotowanderausstellung „Gute Deckung“ gibt tiefere visuelle Eindrücke von der praktischen Arbeit der Sportvereine.

Das Team „Vielfalt im Sport“ des DOSB  ist vom 10. bis  14. Oktober in der Halle 3.1., Stand A7 präsent.
(Quelle: DOSB)

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„Unbezahlbare Wertschätzung“

Source: DOSB

Hoher Gast an der Basis: Vergangenen Freitag besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Fußballclub Bonner SC, Stützpunktverein des Bundesprogramms „Integration durch Sport“.
Wenn ein Besuch des Bundespräsidenten deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als dafür in seinem engen Terminkalender vorgesehen war, so wie am vergangenen Freitag beim Bonner SC (BSC), muss es triftige Gründe geben. Dass der Fußballverein diese liefern kann, daran besteht zwar kein Zweifel. Um aber bei der Wahrheit zu bleiben: Sie finden sich nicht allein auf’m Platz, sondern vor allem abseits davon. Denn noch mehr als vom Trainingsspiel des BSC-Fußball-Nachwuchses und den Erfolgen der ersten Mannschaft in der Regionalliga zeigte sich das Staatsoberhaupt von der Integrationsarbeit des Vereins aus dem Norden der ehemaligen Bundeshauptstadt beeindruckt.
Der Bonner SC ist (seit 2016) einer von rund 160 nordrheinwestfälischen und 4000 landesweiten Vereinen des Bundesprogramms „Integration durch Sport“, die vom Bundesministerium des Innern und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Mittlerweile haben 249 Kinder und Jugendliche aus 24 Nationen ihre sportliche – und oft genug auch ihre soziale – Heimat beim BSC gefunden. Die Quote der Vereinsspieler mit Migrationshintergrund beträgt knapp 60 Prozent.
„Es ist gut, sich Orte in Deutschland anzuschauen, in denen Integration tatsächlich gelebt wird. Ich erinnere daran, dass sich mehr als ein Drittel der 90.000 Sportvereine in Deutschland um Integration bemühen. Und der Bonner SC tut das in ganz herausragender Weise. Wir dürfen nicht vergessen, dass dem Sport nach wie vor eine große Integrationsaufgabe zukommt und man kann es nicht genügend wertschätzen, was in Vereinen wie diesem an Arbeit diesbezüglich stattfindet“, sagt Frank-Walter Steinmeier. Und ergänzt: „Beispiele wie in Chemnitz zeigen uns, wie sehr uns Integration am Herzen liegen muss.“
Mehr zum Integrationsverständnis und dem umfangreichen sozialen Engagement des Bonner SC erfuhr der Bundespräsident in einem rund einstündigen, sehr offenen, Probleme nicht aussparenden Gespräch mit Trainern, Mitgliedern und Verantwortlichen des Vereins, unter Leitung des Vorsitzenden Dirk Mazurkiewicz. Am Austausch beteiligt waren zudem Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan, NRW-Staatssekretärin Andrea Milz und der DOSB-Vizepräsident Breitensport, Walter Schneeloch.
Der Verein unterstützt unter anderem die Bonner Tafel und eine Schule in Bethlehem, besonders engagiert ist er aber in der Flüchtlingshilfe, baut auf gute Ausbildung der Jugendlichen und begleitet sie unter anderem bei der Arbeitsplatzsuche. Obwohl stark leistungsorientiert ausgerichtet, sei ihr Einsatz vor allem durch verantwortungsbewusstes Handeln geprägt, sagt Vereinsvorsitzender Dirk Mazurkiewicz: „Grundstein für dieses Fundament ist dabei unsere Jugendarbeit, bei der wir sowohl auf die sportliche als auch auf die soziale Ausbildung unserer Spieler größten Wert legen.“
Es gehe um Haltung, die wir den Jugendlichen zu vermitteln versuchen, sagt der U-17-Trainer und gebürtige Bonner Nestor Londji, dessen Eltern aus dem Kongo flüchteten. „Man muss ihnen diese Haltung vorleben, andernfalls würden sie einen nicht ernst nehmen. Dafür sind sie zu clever.“ Um diesem gesellschaftlichen Anspruch Nachdruck zu verleihen, wurde gemeinsam mit den Jugendmannschaften eine Charta und ein Leitbild (#gemeinsamlöwenstark) erstellt.
Der Bonner SC sei ein sehr gutes Beispiel für den Wandel von der Willkommenskultur zur nachhaltigen Integration, sagt Walter Schneeloch, DOSB-Vizepräsident und Vorsitzender des Landessportbundes NRW. Der Bundespräsident habe nicht nur mitbekommen, was der Bonner SC in sportlicher Hinsicht leiste, sondern vor allem im Bereich Integration. „Ich glaube, dass er an diesem Beispiel sehr gut erkennen konnte, welcher Integrationsmotor der Sport ist. Das bedeutet, die Menschen, die zu uns kommen, nicht nur ins Vereinsleben, sondern über den Sport hinaus auch in die Gesellschaft zu integrieren. So wird er gesehen haben, dass dieses Engagement weiter massiv unterstützt werden muss, denn ohne den Sport geht Vieles nicht.“
Dass Besuche wie der des Bundespräsidenten mit Förderung allein nicht aufzuwiegen sind, macht der Vereinsvorsitzende Dirk Mazurkiewicz deutlich: „Das ist eine unbezahlbare Wertschätzung, die uns noch stärker motivieren wird, unsere Arbeit fortzusetzen.“

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Sport als Orientierung

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Netzwerktreffen „Geflüchtete und Sport“ in Frankfurt am Main

Am 21. April 2018 trafen sich im Haus des Deutschen Sports in Frankfurt am Main 40 Teilnehmende zum 3. Netzwerktreffen „Geflüchtete und Sport“. Das Treffen wurde durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, gefördert. Es bot eine Plattform für regen Austausch zwischen den Teilnehmenden, die sich im Themenfeld der Integration von Geflüchteten im und durch den Sport engagieren und gab einen Input für die weitere Integrationsarbeit.
Heike Kübler, stellvertretende Ressortleiterin im Bereich Chancengleichheit & Diversity des DOSB und Peter Lautenbach, Ressortleiter Jugendarbeit im Sport der Deutschen Sportjugend, begrüßten die Teilnehmenden. Ein Teil der Ergebnisse aus der Gesamtevaluation der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration wurde von  Kristina Broens,  Ramboll Management Consulting, per Videobotschaft präsentiert. Hierbei wurden die Stärken und Potentiale für die weitere Integrationsarbeit mit Geflüchteten aufgezeigt.
Drei Workshops mit Impulsen zu den Themen „Gewaltprävention“, „Kultursensibler Kinderschutz“ und „Umgang mit Fremdenfeindlichkeit / Anti-Muslimischer Rassismus“ vermittelten den Projektverantwortlichen und Engagierten praxisnahe und wichtige Informationen, die sie in der Arbeit mit Geflüchteten vor Ort einsetzen können.  
Im Vordergrund des Netzwerktreffens stand der Austausch von Projekterfahrungen. Daher erfolgte ein intensiver Dialog anhand von Leitfragen zwischen allen Beteiligten zunächst in Kleingruppen. Die Teilnehmenden  tauschten sich sowohl über gelungene Projekte als auch über mögliche Potentiale, die helfen, Geflüchtete in und durch den Sport in unsere Gesellschaft zu integrieren, intensiv aus. Im Plenum wurden die Ergebnisse  zusammengestellt und weiter diskutiert. Danach tragen vor allem die Faktoren „Netzwerke und Kooperationspartner“, die „Qualifizierung der Engagierten und Geflüchteten“ sowie die „Öffentlichkeitsarbeit“ besonders zu einer gelingenden Integrations- und Projektarbeit bei. Auf diese Faktoren soll  in der zukünftigen Arbeit  ein noch stärkerer Fokus gesetzt werden.
Peter Lautenbach fasste in seinem Schlusswort noch einmal die herausgearbeiteten Gelingensfaktoren zusammen und dankte für die bisher hervorragende Arbeit in der Integration von Geflüchteten im Namen des DOSB und der dsj und wünscht eine weitere konstruktive Zusammenarbeit.
Eine Dokumentation der Veranstaltung folgt.

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Master-Studiengang „International Sport Development and Politics“

Source: DOSB

Die Deutsche Sporthochschule in Köln (DSHS) bietet in diesem Jahr wieder den englischsprachigen Master-Studiengang „International Sport Development and Politics“ an.

Das englischsprachige M.A.-Programm ist ein innovatives, interdisziplinäres und internationales Studienangebot auf geistes- und sozialwissenschaftlicher Grundlage, das forschungsgeleitet vertiefte Kenntnisse und Methoden zum Verständnis der politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Dimension des Sports und der Bewegungskulturen vermittelt.
Das Studienangebot wendet sich in erster Linie an Absolventen von sport-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Studiengängen mit einem ausgeprägten Interesse an politischen, kulturellen, ökonomischen und gesellschaftlichen Aspekten des Sports. Aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung steht der Studiengang grundsätzlich auch Bewerbern aus anderen Fachrichtungen offen. Jedes Jahr werden 30 Studienplätze vergeben.
Der Master-Studiengang befähigt seine Absolventen zur Entwicklung und Verknüpfung interdisziplinärer Inhalte aus den Bereichen Politik, Geschichte, Soziologie, Ökonomie, Recht und Sport. Der Master-Studiengang International Sport Development and Politics (M.A. DEV) greift die Anforderungen des Arbeitsmarktes auf und bereitet Studierende gezielt auf die Berufswelt vor. Insbesondere die Verknüpfung von methodischen Kenntnissen, gesellschafts- und sozialwissenschaftlichen Aspekten sowie ökonomischen Fragestellungen mit Bezug zum Sport macht die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs für ein vergleichsweise breites Berufsfeld interessant.
Absolventen des M.A. International Sport Development and Politics“ sind für eine verantwortliche Tätigkeit in nationalen bzw. internationalen Sportorganisationen und -verbänden, in Regierungen und Verwaltungen, in Nichtregierungsorganisationen und Agenturen sowie in Wirtschaftsunternehmen qualifiziert. Erfolgreiche Absolventen verfügen auch über die Qualifikation für eine wissenschaftliche Karriere bzw. ein Promotionsvorhaben.
Auf der Webseite der Deutschen Sporthochschule gibt es weitere Informationen bzgl. Zulassungsvoraussetzungen, Bewerbungsverfahren, Modulinhalte, etc. 
Die Bewerbungsfrist endet für deutsche Staatsbürger und EU-Bürger am 15. Juli 2018 und für Nicht-EU Bürger am 31.Mai 2018.
Info-Flyer als Download
(Quelle: DSHS)

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Sport-Inklusionsmanagerin Sina Eghbalpour: „Wir brauchen viele Vorbilder”

MIL OSI – Source: DOSB – Press Release/Statement

Headline: Sport-Inklusionsmanagerin Sina Eghbalpour: „Wir brauchen viele Vorbilder”

Vorbild, das will sie gar nicht -und schon gar nicht alleine- sein und hat deshalb einige gute Beispiele in der Region Aachen gesammelt und Vorbilder getroffen. Die Sozialpädagogin arbeitet als Sport-Inklusionsmanagerin beim Stadtsportbund Aachen und ebnet Wege für mehr Inklusion im Sport. Dabei hat die 25-jährige Rollstuhlfahrerin vielfältige Themenfelder mit ganz verschiedenen Herausforderungen und auch Möglichkeiten.
Das Ziel ist es, die Inklusion im und durch Sport weiter voran zu bringen….

Lufthansa fliegt Team Deutschland nach PyeongChang

MIL OSI – Source: DOSB – Press Release/Statement

Headline: Lufthansa fliegt Team Deutschland nach PyeongChang

05.02.2018
Als Airline von Team Deutschland fliegt Lufthansa deutsche Athleten und Betreuer zu den XXIII. Olympischen Winterspielen nach PyeongChang.

Athleten eines Teils des “Team Deutschland” stellen sich mit der Lufthansa-Crew zum Gruppenbild, kurz vor dem Abflug in München. Foto: Lufthansa / Oliver Rösler

Heute (5.2.) um 16:20 Uhr Ortszeit hob Flug LH 718 auf dem Flughafen München ab. Kapitänin Cordula Pflaum und ihre Crew bringen die rund 40-köpfige Delegation in einem Airbus A350 – dem weltweit modernsten Langstreckenflugzeug – nach Seoul. Die „Stuttgart“, so der Taufname des A350 mit der Kennung D-AIXB landet planmäßig morgen um 10:45 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Seoul Incheon. Mit an Bord sind rund 15 Top-Athletinnen und Athleten mit großen Medaillenchancen, unter anderem Olympiasiegerin und Skirennläuferin Viktoria Rebensburg sowie das komplette Biathlon-Team.
Zuvor wurde das Team offiziell am Flughafen München von Wilken Bormann, Lufthansa CEO Hub München verabschiedet: „Lufthansa drückt den Wintersportlerinnen und -sportlern für ihre Wettkämpfe die Daumen, wünscht viele sportliche Erfolge und eine gesunde Wiederkehr.  Wir fördern den Sport und das Olympia Team Deutschland seit vielen Jahren. Wir freuen uns, auch in diesem Jahr unseren Beitrag leisten zu können“.
(Quelle: DOSB)

(G)oldies in die Clubs – Die Zielgruppe der Älteren

MIL OSI – Source: DOSB – Press Release/Statement

Headline: (G)oldies in die Clubs – Die Zielgruppe der Älteren

(G)oldies in die Clubs – Die Zielgruppe der Älteren
05.02.2018
Im Rahmen des DOSB Innovationsfonds hat sich der Landessportbund Bremen e.V. zusammen mit drei Bremer Sportvereinen intensiv mit dem Thema der älteren (goldenen) Generation beschäftigt.

Neue Mitglieder für Vereine gewinnen mit dem Programm “(G)oldies in die Clubs”. Foto: LSB Bremen

Diese ist als Zielgruppe ebenso relevant wie die Jugendlichen – mit dem Unterschied, dass bei älteren Menschen ganz andere Barrieren und Motive für oder gegen sportliche Betätigung sprechen.
Mit dem Projekt (G)oldies in die Clubs soll ein stadtteilbezogenes Netzwerk aufgebaut werden, um ältere Menschen dazu zu motivieren, mehr Sport im Sportverein zu treiben.
Dafür wurden in einem Bewerbungsverfahren drei Vereine ausgewählt, die – je nach Ressourcen, Ideen und Vernetzung – unterschiedliche Schwerpunktziele im Projekt hatten. Zu den Vereinen zählen der Bremer Hockeyclub e.V., die SG Marßel und der Ski-Club Bremerhaven von 1961. Insbesondere der Bremer Hockeyclub war bereits sehr gut aufgestellt. Mithilfe der redbox, dem Gesundheitsstudio des Vereins, sowie einem Arzt konnte die Zielgruppe ganz anders angesprochen werden. Im Gegensatz dazu hat der Ski-Club Bremerhaven vielmehr den Fokus auf den Netzwerkaufbau gelegt. Die SG Marßel suchte den Kontakt zu den (G)Oldies über bestehende Arztkontakte, Apotheken und die Wohnungsbaugesellschaft.
Die Etablierung Runder Tische in den Stadtteilen verlief dementsprechend unterschiedlich bzw. wurde umgewandelt in einzelne Kooperationsgespräche. Somit wurden u.a. Senioreneinrichtungen, Wohnungsbaugesellschaften sowie Ärzte mit einbezogen. Weitere relevante Partner könnten ebenso Apotheken oder Interessenvertretungen sein.
Die Zielgruppe
Ein (G)oldie? Wer zählt sich dazu? Die Menschen die 50, 60 oder 70 Jahre und älter sind? Die Angebote wurden so aufgebaut, dass es die Menschen anspricht, die sich der Zielgruppe selbst zuordnen würden. Auch wenn ursprünglich die Zielgruppe der 60 jährigen und älter angesprochen werden sollten, zeigte sich schnell, dass solche trennscharfen Altersgrenzen nicht bindend sein sollten. Aus diesem Grund eignete sich der Begriff der (G)oldies.
Schlussendlich fand die Projektphase im August 2017 ihr Ende. Die Erfahrungen waren vielfältig und wichtig, denn das Thema der Älteren bleibt für die Sportvereine weiterhin von Bedeutung.
Die kleinen Erfolge im Bereich des Netzwerkaufbaus sind der Grundstein, um im zweiten Schritt neue Mitglieder für den Verein zu gewinnen, denn es ist immer noch so, dass Ärzte sehr viel Einfluss auf das Gesundheitsverhalten von ihren Patienten nehmen.
Die größte Erfahrung ist, das dieses Themenfeld Geduld erfordert, um Kooperationspartner über den Nutzen von Bewegungsmöglichkeiten in Sportvereinen nachhaltig zu informieren. Alle Vereine nehmen sich dem Thema der Älteren weiterhin an.
Alle Ergebnisse und Erfahrungen wurden in einer Broschüre zusammengefasst. Diese soll für interessierte Vereine eine erste Hilfe sein, um sich dem Thema der “(G)oldies in die Clubs” anzunehmen.
Mehr Informationen gibt es unter www.lsb-bremen.de, Kontakt: Daniel Fangmann, 0421/7928730, d.fangmann(at)lsb-bremen.de
(Quelle: LSB Bremen)

Werden die Winterspiele in PyeongChang nachhaltig sein?

MIL OSI – Source: DOSB – Press Release/Statement

Headline: Werden die Winterspiele in PyeongChang nachhaltig sein?

05.02.2018
Das Organisationskomitee für die Spiele in Südkorea geht mit einem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept an den Start. Andreas Klages und Bianca Quardokus vom DOSB beleuchten sein Entwicklungspotenzial.

Schneekanonen beschneien in Alpensia in der Region Pyeongchang in Südkorea das Skigebiet. Die Olympischen Winterspiele werden vom 9.- 25. Februar 2018 in der Bergregion Pyeongchang und an der Küste in Gangneung ausgetragen. Foto: picture-alliance

Seit den 1990er Jahren gehen sowohl vom IOC als auch von den jeweiligen Organisationskomitees Initiativen aus, um negative (Umwelt-) Auswirkungen Olympischer und Paralympischer Spiele zu reduzieren bzw. um Olympia als Katalysator für positive Stadt- und Sportentwicklungsprojekte zu nutzen. Die Bilanz dieser Ansätze weist Licht und Schatten auf. Einerseits ist es dem IOC gelungen, auf einer programmatischen Ebene Umweltschutz als „dritte Säule“ der olympischen Bewegung zu verankern, umweltaktive Sportorganisationen zu fördern, Kooperationen mit UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) zu vereinbaren und durch Leitfäden und Umweltkonferenzen die umweltpolitische Debatte auf die Konzeption von Olympischen Spielen zu übertragen. Entsprechend integrierten Lillehammer 1994 und Sydney 2000 Umweltschutzprinzipien in ihre Organisationskonzepte und auch Peking 2008 setzte Schwerpunkte im Bereich des technischen Umweltschutzes bzw. des Nahverkehrs.Eine themenfeldübergreifende Bewertung und die Ergänzung von Umweltschutz-Leitzielen um soziale und ökonomische Betrachtungen machte auch vor der olympischen Bewegung nicht Halt. Der Anspruch auf „grüne Spiele“ ging in den 2000er Jahren zunehmend in der Forderung nach „nachhaltigen“ Veranstaltungen auf (in der jüngeren Vergangenheit ergänzt um Zieldimensionen von Transparenz und Good Governance). Vancouver 2010 und London 2012 stehen mit umfassenden Nachhaltigkeitskonzepten in Theorie und Praxis für entsprechende Fortschritte.Andererseits ist zu vermuten, dass Nachhaltigkeitskriterien bei Vergabeentscheidungen der IOC-Mitglieder bislang nur eine nachgeordnete Rolle spielen. Trotz aller Anstrengungen und Erfolge der IOC-Zentrale in Lausanne legen faktisch die jeweiligen Organisationskomitees fest, wie wichtig  ihnen das Thema „Nachhaltigkeit“ wirklich ist.  Entsprechend steht Sotschi 2014 (mit erheblichen Natur- und Landschaftseingriffen sowie einer gigantischen Dimensionierung) für einen Rückschritt im Bemühen um „grüne Spiele“, während Rio de Janeiro 2016 mindestens als sehr widersprüchlich zu bewerten ist.
Vermeidung, Reduzierung und Ausgleich von klimarelevanten Emissionen
Und PyeongChang? Was erwartet uns in Südkorea? Das Organisationskomitee POCOG geht mit einem umfassenden Nachhaltigkeitsansatz an den Start. Wie bei Winterspielen zu erwarten, nehmen aufgrund der zu nutzenden Naturräume Umweltschutzaspekte einen breiten Raum ein.Die POCOG-Konzepte, www.pyeongchang2018.com/en/sustainability, rezipieren erfreulicherweise die internationale Klimaschutzdebatte: Vermeidung, Reduzierung und Ausgleich von klimarelevanten Emissionen werden ein breiter Raum beigemessen. So wurden Neubauten mit dem südkoreanischen Gebäudezertifizierungssystem G-SEED auszeichnet und Solar- bzw. Geothermieanlagen dienen der Energieversorgung. POCOG geht von 1,59 Mio. t (CO2eq) Emissionen der Olympischen Spiele aus, von denen 400.000 t reduziert und entsprechend 1,19 Mio. t ausgeglichen werden sollen. Eine PKW-Anreise zu den Veranstaltungsorten ist nicht möglich – die Nutzung der (neuen) Bahnverbindungen bzw. von Shuttle-Services und von 150 Elektro-PKW des POCOG-Pools runden den Mobilitätssektor ab. Im Bausektor sind der Einsatz von LED-Beleuchtung und die Begrünung von Dächern auf der Höhe der Zeit. PyeongChang 2018 sind zudem die ersten Olympischen Winterspiele, die eine ISO 20121 Zertifizierung für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement erhalten haben.
Im Bereich des Naturschutzes wurde durch die erstmalige Zusammenlegung der alpinen Herren- und Damenabfahrten der Flächenverbrauch um rund ein Viertel (ca. 25 ha) reduziert. Umfassende Ausgleichs- und Aufforstungsmaßnahmen sollen die Natureingriffe überkompensieren und werden bereits seit 2012 sukzessive umgesetzt. Die Ausweisung von einem neuen Naturschutzgebiet in Taebak und gezielte Maßnahmen zum Erhalt der Biologischen Vielfalt hinsichtlich gefährdeter Tierarten ergänzen das Naturschutzprofil.Umfassende bauliche und kommunikative Maßnahmen zur Barrierefreiheit, ein Unterstützungsprogramm für paralympische Athletinnen und Athleten aus Asien, Afrika und Südamerika, der Einsatz regionaler Lebensmittel, die Einbindung regionaler (Klein-) Unternehmen und zahlreiche weitere Maßnahmen ergänzen das Nachhaltigkeitsprofil von POCOG.Positiv ist darüber hinaus die systematische Vorgehensweise und Berichterstattung hervorzuheben. Die nachhaltigkeitsbezogenen Ziele und Maßnahmen sind in einem Konzept zusammenfasst, welches auch auf Englisch vorliegt: Von den eingangs skizzierten IOC-Aktivitäten, den staatlichen Nachhaltigkeitsansätzen Südkoreas sowie einer Rezeption der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) werden konzeptionelle Schwerpunkte, Ziele und Maßnahmen abgeleitet und mit dem ISO-Zertifizierungssystem in Verbindung gebracht.
Keine landesweiten “Leitprojekte” im Natur- und Klimaschutz
Trotz dieser ermutigenden Einschätzung bleibt PyeongChang 2018 hinter dem zurück, was möglich, ja notwendig ist. Auch angesichts einer kritischen Öffentlichkeit werden das Nachhaltigkeits-Leitbild und damit die „Sinnfrage“ an Bedeutung zunehmen. Nachhaltigkeit ist somit immer weniger ein freiwilliges „add on“, sondern ein zentrales und immer „härteres“ Konzept- und Managementkriterium zur Verbesserung von Qualität, langfristigem Nutzen und Glaubwürdigkeit.Im Vordergrund der Kritik stehen leider erneut Natureingriffe (insbes. Rodung von 60.000 Bäumen am Berg Gariwang) und vor allem die sogenannten „Weißen Elefanten“: Das POCOG Nachhaltigkeitskonzept enthält zwar ein Kapitel zu Nutzungskonzepten der olympischen Infrastruktur nach den Spielen. Mit Ausnahme der Hinweise auf das Olympiastadion (anschließender Rückbau) können diese Ausführungen (noch) nicht überzeugen und es ist zu wünschen, dass die koreanischen Hoffnungen auf die Belebung einer ökonomisch und infrastrukturell sowie von der politischen Teilung Koreas benachteiligten Region sich erfüllen.Soweit erkennbar, gab es eine Reihe von Aktivitäten zur Beteiligung von Stakeholdern, doch scheinen diese stark staatlich geprägt gewesen zu sein (z.B. Kommune, Provinzregierung). Obwohl es sich immerhin um eine Sportveranstaltung von nationaler Dimension (und internationalen Perspektiven) handelt, fällt auf, dass offenkundig keine Projekte an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit und Sport in anderen Teilen Südkoreas geplant sind – insbesondere die von POCOG als bedeutsam eingestuften Themen des Klima- und Naturschutzes bleiben  auf die Austragungsregion begrenzt. Hier hätte man landesweite „Leitprojekte“ anstoßen und somit zugleich die IOC-Nachhaltigkeitsdebatte substantiell weiterführen können.
Was wird im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von PyeongChang 2018 bleiben? POCOG hat ein sehr solides Konzept entwickelt und wird im Hinblick auf Umwelt- und soziale Dimensionen gegenüber Sotschi 2014 wohl einen deutlichen Fortschritt markieren. Demgegenüber stehen „Innovationsreserven“ (z.B. hinsichtlich einer landesweiten Programmatik) und die zumindest offene und besonders zentrale Frage der Nachnutzung von Infrastruktur. Nachhaltigkeit taucht – anders als in London 2012 – weder im POCOG Organigramm auf und ist auch auf der offiziellen Internetseite www.pyeongchang2018.com/en/index versteckt. POCOG bleibt im Übrigen hinter dem Anspruchsniveau der IOC-Nachhaltigkeitsstrategie („IOC Sustainability Strategy“, www.olympic.org/sustainability) zurück. Hierbei muss man jedoch berücksichtigen, dass die IOC Strategie, die auch die Organisatoren von Olympischen Spielen in die Pflicht nimmt, Ende 2016 und damit mehr als fünf Jahre nach der Vergabe der Winterspiele an PyeongChang verabschiedet wurde.
Nachhaltigkeitsstrategien kommt zukünftig höhere Bedeutung zu
Apropos IOC: Das IOC hat mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie und entsprechenden Aktivitäten, wie z.B. dem Ausbau einer Fachabteilung in Lausanne, die Weichen richtig gestellt: Dem Thema kommt zukünftig eine höhere Bedeutung zu und wird auch die Bewerbungs- und Vergabeprozesse entsprechend beeinflussen. Dies zeichnet sich bei den Olympischen Spielen Paris 2024 und Los Angeles 2028 bereits ab. Den Olympischen und Paralympischen Spielen ist zu wünschen, dass zukünftig anspruchsvolle Nachhaltigkeitskonzepte mit einer hohen Verbindlichkeit umgesetzt werden. In diesem Sinne hätte das IOC eine neutrale Instanz, z.B. UNEP, mit dem Monitoring der Umsetzung der POCOG-Konzepte beauftragen können. Auf diese Weise und durch eine ausgewogene Analyse (die die überzogene Kritik vieler NGOs und Medien einerseits und die ausschließlich positiven IOC-Berichte andererseits ergänzt),  könnte das IOC über eine zeitgemäße „Pflege“ seiner eigenen Marken zu einer neuen Glaubwürdigkeit finden. Monitoring und differenzierte Analysen waren in PyeongChang noch nicht Teil einer innovativen Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsansätze – sie können ab 2020 zu wichtigen und bislang unterschätzen Pfeilern der olympischen Bewegung werden.
(Quelle: DOSB / Andreas Klages, Bianca Quardokus)