12. August 2016 – Bundespräsident würdigt mit Bürgerfest das ehrenamtliche Engagement

MIL OSI – Source: Deutschland Bundesregierung – Press Release/Statement

Headline: 12. August 2016 – Bundespräsident würdigt mit Bürgerfest das ehrenamtliche Engagement

12. August 2016

Bundespräsident Joachim Gauck lädt am 9. und 10. September zum Bürgerfest in das Schloss Bellevue und den Schlosspark ein. Mit seinem Bürgerfest ehrt der Bundespräsident die Menschen in Deutschland, die mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement zu einer starken Zivilgesellschaft beitragen.

Am Freitag, den 9. September, dankt der Bundespräsident rund 4.000 Engagierten, die gesellschaftliche Herausforderungen aktiv angehen, ihre Werte leben und anderen Menschen helfen, mit einer persönlichen Einladung. Sie werden von 17.00 bis 24.00 Uhr seine Gäste sein.

Ein thematischer Schwerpunkt wird in diesem Jahr der Umgang mit gesellschaftlicher Vielfalt sein: Wie können Integration und Inklusion gelingen, wie lässt sich ein pluralistisches und solidarisches Miteinander gestalten? Raum für diese Fragen und vielstimmige Antworten bietet der Ort der Begegnung, der in diesem Jahr unter dem Motto “Vielfalt bewegt” steht. Der Ort der Begegnung lädt wie in den letzten Jahren zum Mitmachen ein, er ist ein Forum für Erfahrungsaustausch und Inspiration.

Zur Begegnung laden auch das Königreich Belgien und das Land Schleswig-Holstein ein, die sich in diesem Jahr auf dem Bürgerfest präsentieren.

Die Vielfalt unserer Gesellschaft wird überall auf dem Fest erlebbar. Zahlreiche Initiativen, Organisationen und Unternehmen präsentieren ihre ehrenamtliche Arbeit: Darunter sind beispielsweise Projekte, die behinderten Menschen über Sportangebote eine bessere gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, die Familien mit schwerkranken Kindern unterstützen oder die Jugendlichen den Impuls geben, sich mit der nationalsozialistischen Diktatur auseinanderzusetzen.

Die Tatkraft der Engagierten – ob nun in der Kirchengemeinde oder auf dem Sportplatz, im Hospiz oder in der Gedenkstätte, in der kulturellen Bildung oder im Naturschutz – wird im Park von Schloss Bellevue mit einem Musik- und Unterhaltungsprogramm gefeiert.

Tag des offenen Schlosses am 10. September

Unter dem Motto „Tag des offenen Schlosses“ lädt der Bundespräsident alle Bürgerinnen und Bürger am Samstag, den 10. September, zum Bürgerfest ein.

Auf die Gäste wartet in der Zeit von 11.00 bis 19.00 Uhr ein Park voller Anregungen und Unterhaltung: ein vielfältiges Programm mit Musik- und Tanzaufführungen, Mitmach-Aktionen für alle Altersgruppen sowie Rundgänge durch das Schloss Bellevue. Unter dem Titel “Jung, entschlossen, engagiert!” diskutiert der Bundespräsident mit jungen Menschen über ihre Motivation, die Gesellschaft mitzugestalten und ein Stück besser zu machen. Musikalische Höhepunkte sind Konzerte mit den Bands Antiheld und Steal a taxi sowie dem Berliner Kammerorchester.

Das Bürgerfest bietet Impulse, wie sich jede und jeder mit seinen Interessen und Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen und selbst ehrenamtlich aktiv werden kann.

Hintergrund

Der Bundespräsident lädt zum fünften Mal zum Bürgerfest ein, das aus dem Haushalt des Bundespräsidialamtes und durch die Beteiligung von rund 80 Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen getragen wird, die sich mit Sachleistungen und finanzieller Unterstützung in das Bürgerfest einbringen.

Laufend aktualisierte Informationen zum “Tag des offenen Schlosses”, zu den Partnern, Institutionen und Initiativen sowie ausgewählten ehrenamtlich engagierten Gästen des Bürgerfestes finden Sie unter: www.bundespräsident.de/bürgerfest-2016

Auswahl ehrenamtlich engagierter Gäste am 9. September:

Baden-Württemberg: Erika König (Staufen im Breisgau), Marian und Fabian Rostan (Freiburg), Miriam Sommer (Grünsfeld)Bayern: Evelyn Beißel (Naila), Bruder Bernd Leopold (München), Elke Nothaft (Mamming), Elisabeth Stritzl-Goreczko (München)Berlin: Sohir Chaker, Ralf René Gottschalk, Henning ZimmermannBrandenburg: Siegfried Janzen (Lübbenau), Christin Schiffner (Werder/Havel)Bremen: Jochen Mertin (Bremerhaven), Dr. Sabina Schoefer (Bremen)Hamburg: Dirk du Pin (Reinbek), Gernot Stracke (Hamburg)Hessen: Walter Enders (Wetzlar), Marlit Hoffmann (Ehringshausen), Prof. Dr. Uta Meyding-Lamadé (Bad Soden)Mecklenburg-Vorpommern: Felix Kleiner und Nico Serapins (Rostock), Dr. Sigrun Lutz (Wackerow)Niedersachsen: Lieselotte Benecke (Wedemark), Joseph Gerhardy (Harsum), Fatiha Ouhbout (Geeste)Nordrhein-Westfalen: Tabitha Klatt (Möhnesee), Jeevan Rüppel (Bedburg)Rheinland-Pfalz: Andreas Kugel-Mayer (Stadecken-Elsheim), Karin Supthut (Dierdorf)Saarland: Walter Koenig (Merzig), Dr. Hagen Reichert (Homburg)Sachsen: Eva Möller (Dresden), Gerald Ruppert (Markkleeberg)Sachsen-Anhalt: Orlando Carmona Garcia (Muldestausee), Steffi Gliem (Ahlsdorf), Horst Grimm (Genthin)Schleswig-Holstein: Volker und Silke Schnack (Kiel), Faiza Tahir (Kiel), Jürgen Witte (Felde)Thüringen: Dittmar Heyder (Arnstadt), Steffi Rauch (Apolda), Brigitta Wurschi (Suhl)Bei Interesse stellen wir gerne den Kontakt zu den ehrenamtlichen Gästen her.

Journalistenakkreditierung

Akkreditierung für Freitag, 9. September 2016

Die Akkreditierung für den 9. September 2016 endet am Montag, 5. September 2016, 16.00 Uhr.

Es gelten keine Jahresakkreditierungen des Bundespresseamtes.

Journalistinnen und Journalisten melden sich bitte unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort und Medium sowie mit einer Kopie des Presseausweises bei der Pressestelle des Bundespräsidialamtes an, E-Mail: akkreditierung@bpra.bund.de, Fax: 030 2000-1926.

Akkreditierung für Samstag, 10. September 2016

Für den 10. September 2016 ist keine Akkreditierung erforderlich, da der Zutritt zum Bürgerfest an diesem Tag allen Bürgerinnen und Bürgern offensteht. Ein separater Presseeingang befindet sich am Bundespräsidialamt, Spreeweg 1, 10557 Berlin. Bitte bringen Sie Ihren Presseausweis mit und planen Sie ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrolle ein.

Martina Renner: Wieviel AfD steckt in den Identitären?

MIL OSI – Source: Die Linke – Press Release/Statement

Headline: Martina Renner: Wieviel AfD steckt in den Identitären?

“Die Identitären sind in Europa gut vernetzt und stramm organisiert. In den letzten Jahren konnte nicht nur eine Vernetzung mit den deutschen Strategen der Neuen Rechten beobachtet werden. Auch die ideologischen und personellen Schnittmengen mit der AfD fallen ins Auge. Der sachsen-anhaltinische AfD-Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider erklärte noch im Mai, dass er die Identitäre Bewegung unterstütze. Ähnlich äußerte sich der baden-württembergische AfD-Politiker Dubravko Mandic. In Berlin trat der Schatzmeister der Berliner AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA) als Ordner bei einem Identitären-Aufmarsch in Erscheinung, weitere JA-Mitglieder marschierten mit.
Das Problem heißt Rassismus. Das ist der gemeinsame Nenner von Organisationen wie den Identitären, rassistischen Brandstiftern und der AfD. Eine Aufklärung bestehender rechter Netzwerke ist dringend geboten.”

Прокуратура г. Москвы утвердила обвинительное заключение по уголовному делу о хищении бюджетных средств, выделенных на нужды ФСИН России

MIL OSI – Source: Russia – Prosecutor Generals Office –

Headline: Прокуратура г. Москвы утвердила обвинительное заключение по уголовному делу о хищении бюджетных средств, выделенных на нужды ФСИН России

Сегодня, 12 августа 2016 года, прокуратура города Москвы утвердила обвинительное заключение по уголовному делу в отношении бывшего директора ФСИН России Александра Реймера, его бывшего заместителя Николая Криволапова, а также директора ФГУП «Центр информационно-технического обеспечения и связи Федеральной службы исполнения наказаний» (ФГУП ЦИТОС) Виктора Определенова.

В зависимости от роли и степени участия в совершении преступлений они обвиняются по ч. 3 ст. 285 УК РФ (злоупотребление должностными полномочиями, повлекшее тяжкие последствия), ч. 4 ст. 159 УК РФ (мошенничество, совершенное с использованием своего служебного положения, в составе организованной группы, в особо крупном размере). Кроме того, Криволапов обвиняется по ч. 1 ст. 222 УК РФ (незаконное приобретение и хранение боеприпасов).

По версии следствия, в 2010-2012 годах указанные лица мошенническим путем похитили из государственной казны бюджетные средства, выделенные Федеральной службе исполнения наказаний для обеспечения ведомства системами электронного мониторинга подконтрольных лиц, так называемыми «электронными браслетами» (СЭМПЛ).

В целях хищения бюджетных денег участники группы разработали преступную схему, согласно которой подконтрольное им предприятие ФГУП ЦИТОС, с которым были заключены соответствующие государственные контракты, производило технические средства контроля и надзора, в т.ч. «электронные браслеты», и реализовывало по ценам, завышенным в несколько раз. Несмотря на то, что ФГУП ЦИТОС не имело производственного оборудования, зданий, сооружений для размещения производственных мощностей, позволяющих создать законченный цикл производства «электронных браслетов», между ним и ФСИН России были заключены пять госконтрактов на сумму более 3,3 млрд рублей.

В результате этой схемы на счетах Самарского филиала предприятии оказалось более 2 млрд рублей, из них 1,2 млрд рублей было похищено. Как полагает следствие, более 140 млн рублей обналиченных денежных средств получил лично Реймер в своем служебном кабинете от одного из соучастников, уголовное дело в отношении которого выделено в отдельное производство.

В последующем в ходе обыска по месту жительства Криволапова были обнаружены 16 незаконно приобретенных им патронов к наградному огнестрельному оружию.

По данному уголовному делу государством в лице Федеральной службы исполнения наказаний заявлен гражданский иск о возмещении материального ущерба в размере 2,7 млрд рублей.

После вручения обвиняемым копий обвинительного заключения данное уголовное дело, состоящее из 133 томов, будет направлено в Замоскворецкий районный суд г. Москвы для рассмотрения по существу. Реймер и Определенов содержатся под стражей, в отношении Криволапова избрана мера пресечения в виде домашнего ареста.

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В Санкт-Петербурге прокуратура в судебном порядке добилась компенсации пенсионеру материального ущерба и морального вреда, причиненного в результате залива его квартиры

MIL OSI – Source: Russia – Prosecutor Generals Office –

Headline: В Санкт-Петербурге прокуратура в судебном порядке добилась компенсации пенсионеру материального ущерба и морального вреда, причиненного в результате залива его квартиры

Прокуратура Центрального района г. Санкт-Петербурга провела проверку по обращению пенсионера о возможном нарушении его прав со стороны управляющей компании ООО «Жилкомсервис № 1 Центрального района» и о ненадлежащем содержании крыши дома, в результате чего в квартире заявителя с 2010 года по июнь 2015 года имели место неоднократные протечки.

В ходе проверки установлен факт нарушения указанной управляющей компанией, осуществляющей обслуживание дома на основании договора управления, норм закона в виде ненадлежащего содержания крыши дома. Это повлекло возникновение неоднократных протечек с кровли в квартире заявителя на протяжении 10 лет.

В связи с этим прокуратура района обратилась в Дзержинский районный суд г. Санкт-Петербурга с иском в защиту интересов заявителя о возмещении материального ущерба, компенсации морального вреда, взыскании штрафа за неудовлетворение требований потребителя в добровольном порядке в размере 50% от суммы, присужденной судом.

Суд удовлетворил требования прокурора и постановил взыскать в пользу заявителя с управляющей компании около 580 тыс. рублей в счет возмещения материального ущерба, 5 тыс. рублей компенсации морального вреда, а также штраф за неудовлетворение требований потребителя в добровольном порядке в размере 50% от суммы, присужденной судом, всего около 880 тыс. рублей.

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Vermögensteuer ist falsche Antwort: Arm wird nicht dadurch reicher, dass reich ärmer wird

MIL OSI – Source: Bundestag – BÜNDNIS DIE GRÜNEN BUNDESPARTEI – Press Release/Statement

Headline: Vermögensteuer ist falsche Antwort: Arm wird nicht dadurch reicher, dass reich ärmer wird

Ein Debattenbeitrag von Kerstin Andreae, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Wer in Deutschland arm geboren wird, bleibt oft arm. Wer reich geboren wird, bleibt reich. Herkunft und Geldbeutel der Eltern entscheiden über die Zukunft der Kinder. Chancen sind unterschiedlich gegeben. Gesundheit und Lebenserwartung hängen von Einkommen und Wohlstand ab. Dieser Zustand ist nicht nur beklagenswert. Er ist anklagenswert. Die Maßnahmen der Bundesregierung, wie Betreuungsgeld, Mütterrente und Rente mit 63 haben daran nichts geändert, aber viel Geld gekostet. Bei der Familienförderung werden in Deutschland zweistellige Milliardenbeträge umverteilt. Trotzdem sind Kinder immer noch das Armutsrisiko Nummer eins.
Wir brauchen mehr Chancen und mehr Unterstützung für die am unteren Ende der Verteilung. Wir brauchen eine Familienförderung, die Kinder aus der Armut herausholt. Wir brauchen eine Garantierente, die absichert und vor Altersarmut schützt. Wir brauchen mehr Investitionen in öffentliche Güter. Klimaschutz und Verkehrswende, Globalisierung und Digitalisierung sind die Herausforderung dieser Generation.
Die Finanzierung all dieser zentralen Zukunftsaufgaben kostet Milliarden. Und die sind vorhanden. Von 2016 zu 2017 sinken die Zinskosten des Bundes um 4,5 Mrd. Euro. Die Steuereinnahmen allein des Bundes steigen um 13,7 Mrd. Euro. Zusammen stehen 2017 also über 18 Mrd. Euro zusätzlich zur Verfügung. Milliardenbeträge versickern im Rüstungsbereich. Von den Skandalbaustellen Stuttgart 21 und Berliner Flughafen ganz zu schweigen. Das Umweltbundesamt schätzt die umweltschädlichen Subventionen Jahr für Jahr auf über 50 Mrd. Euro. Nochmal: Subventionen, die der Umwelt schaden, anstatt ihr zu nutzen. 50 Mrd.! Der Staat verfügt über viel Geld. Nur: Er sollte es richtig ausgeben. Öffentliches Geld muss in sozialen Wohnungsbau, Integration von Geflüchteten, Klimaschutz, nachhaltige Mobilität und vor allem in Bildung investiert werden.
Ist die Vermögensteuer die richtige Antwort auf ungleich verteilte Chancen?
Ich meine: Nein! Das Problem ist doch nicht, dass die oberen 10 Prozent so viel Vermögen und Einkommen haben. Dies ist vor allem ein Resultat der deutschen Wirtschaftsstruktur mit sehr vielen mittelständischen Familienunternehmen. Diese Struktur ist kein Schwäche, sondern eine Stärke. Der große wirtschaftliche Erfolg hängt viel mit dieser Struktur, wie auch mit der gewachsenen Sozialpartnerschaft zusammen.
Dass eigentliche Problem ist, dass die unteren 40 Prozent fast kein Vermögen und – noch wichtiger – schlechte Chancen haben, gute Bildung und Qualifizierung zu erlangen. Man kann den unteren 40 Prozent noch lange nicht dadurch helfen, indem man den oberen 10 Prozent mehr wegnimmt. Wir haben in vielen Industrieländern, vor allem in Deutschland, über die vergangenen Jahrzehnte eine Zunahme der Ungleichheit von Einkommen und Vermögen und eine Abnahme der sozialen Mobilität gesehen und gleichzeitig einen immer größer werdenden Staat.
Wir brauchen keinen Verteilungskampf. Sondern mehr Investitionen in Bildung und Chancengerechtigkeit für die unteren 40 Prozent. Das ist im Interesse aller. Hier liegen die großen Defizite der Regierung. Ein Wahlkampf, geführt um die Vermögensteuer, macht es Union und SPD viel zu leicht, ihre Regierungsdefizite aus der Schusslinie zu bringen und lenkt von notwendigen gesellschaftlichen Debatte n ab, wo die Mittel zukunftsorientiert, nachhaltig und transparent investiert werden sollen.
Steuergerechtigkeit ist in erster Linie Kampf gegen Steuertricks
Steuerlich im Argen liegt aber manches: Die geringere Besteuerung von Einkommen durch Vermögen und Kapital als Einkommen durch Arbeit. Der unambitionierte Kampf gegen Steuerbetrug. Die Daten-Lecks der letzten Jahre, erst Steuer-CDs, dann der LuxLeaks – Skandal um Steuerabsprachen in verschiedenen EU-Ländern mit international operierenden Firmen und die sogenannten Panama Papers haben offen gelegt, dass Steuergestaltung, Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Korruption gang und gäbe sind. Ihre effektive Bekämpfung: Fehlanzeige. Im Cum-Ex Untersuchungsausschuss ist man der Verschwendung von Steuergeldern von bisher bekannten 12 Mrd. Euro auf der Spur. Die fehlende Finanztransaktionssteuer und viele andere Steuervorteile für einige wenige sind nur Beispiele, was der Staat besser machen kann und muss.
Zu Risiken und Nebenwirkungen einer Vermögensteuer
Das zentrale Problem einer Vermögensteuer ist ihre Wirkung auf die Unternehmen. Ob und in welchem Maße Betriebsvermögen verschont werden könnte, ist offen und damit ist ungeklärt in welchem Maße die Unternehmen mit Verlagerungen reagieren würden. Schließlich erheben nur sehr wenige Länder eine Vermögensteuer, in der Europäischen Union nur Frankreich, Luxemburg und Spanien.
Wenn ja, dann wären die Jobs weg. Aber auch die Basis für die Steuereinnahmen insgesamt. Hirngespinste? Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sind diese Effekte erheblich. So würde sich das theoretisch mögliche Steuermehraufkommen allein durch solche Anpassungen um rd. ein Drittel reduzieren. Das ist kein Pappenstiel. Hinzu kämen bürokratische Lasten für Unternehmen und Verwaltung und Zweitrundeneffekte, wenn Arbeitsplätze wegfallen. Das träfe dann wieder die 40 Prozent der Bürger, die kleine Einkommen und wenig Vermögen haben. Das DIW empfiehlt denn auch, eine Wiedererhebung einer Vermögensteuer international abzustimmen und mit dem weiteren Abbau von Steuergestaltungsmöglichkeiten einhergehen zu lassen.
Dabei scheint ein Prozent Steuersatz auf hohe Betriebsvermögen auf den ersten Blick keine allzu hohe Zusatzbelastung. Doch das täuscht, denn letztlich wird diese aus dem Gewinn bezahlt. Die Vermögensteuer wirkt bei der Gewinnbesteuerung wie ein Hebel und reduziert die für Investitionen verfügbaren Mittel. Ein realistisches Beispiel: Ein mittelgroßes Maschinenbauunternehmen hat einen Unternehmenswert von durchschnittlich 16 Mio. Euro, davon wären nach Abzug von betrieblichen und persönlichen Freibeträgen rd. 10 Mio. Euro steuerpflichtig. Bei einem angenommenen Jahresgewinn aus dem Betriebsvermögen von 1 Mio. Euro und einem Vermögensteuersatz von 1 Prozent ergeben sich 10 Prozentpunkte zusätzliche Steuerlast auf den Gewinn. Aus derzeit rund 30 Prozent Gewinnsteuerbelastung würden in diesem Beispiel 40 Prozent. Und die Vermögensteuer fiele auch an, wenn Verluste gemacht werden und würde schwere wirtschaftliche Lagen verschärfen. Investitionen hier am Standort wären also deutlich weniger attraktiv. Würde jemand ernsthaft politisch fordern, den Körperschaftsteuersatz um 10 Prozentpunkte zu erhöhen? Doch eher nicht. Schon gar nicht im zunehmend fragilen weltwirtschaftlichen Umfeld und vor dem Hintergrund einer in GB nach dem Brexit-Votum angekündigten Unternehmenssteuersenkung.
Vermeintliche „Reichensteuer“ zahlt am Ende der Mittelstand
Ja, es wird zu wenig investiert in Deutschland, trotz guter Ertragslage. Daraus lässt sich aber überhaupt nicht schließen, dass eine Erhöhung der Besteuerung von Unternehmen die Investitionen in Deutschland nicht negativ beeinflussen würde. Ganz im Gegenteil: Es gibt viele überzeugende Argumente, wieso eine stärkere Belastung von Unternehmen in Deutschland auch schädlich für die Investitionen in Deutschland wären. Deutsche Unternehmen investieren mehr und mehr im Ausland. Sie stehen in einem harten internationalen Wettbewerb und investieren dort, wo die Erträge am besten sind. Große Unternehmen würden also ihre Steuerlast zunehmend ins Ausland verlagern, mittlere Unternehmen, die dies nicht können, müssten zahlen.
Die Zukunftsaufgaben für die Wirtschaft sind gigantisch. Nur ein massives Investieren in die ökologische Modernisierung der Wirtschaft wird ermöglichen, dass wir den Ast, auf dem wir sitzen, nicht endgültig absägen. Damit dieser Umbruch wirtschaftlich trägt und nicht zu sozialen Verwerfungen führt, sollte die Politik gute Rahmenbedingungen für nachhaltige Investitionen schaffen. Investitionen zu fördern, nicht sie zu erschweren, wird die Riesenaufgabe der nächsten Wahlperiode.
Nötig ist aber, dass hohe Privatvermögen stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen. Vergleicht man Deutschland mit anderen Ländern, fällt auf, dass die Bürger vor allem mit ihren laufenden aktiven Einkommen unser Gemeinwesen finanzieren, während der Beitrag der Vermögen vergleichsweise gering ist. Mit über 49 Prozent Steuer- und Abgabenquote werden dem deutschen Durchschnittsverdiener ganze 13,5 Prozentpunkte mehr abgezogen als im OECD Durchschnitt, der Spitzensteuersatz greift zudem sehr früh. Es lohnt also darüber nachzudenken, vor allem die hochbelasteten unteren und mittleren Einkommen weniger, hohe private Vermögen dafür mehr zu belasten, z.B. über die Erbschafts- und Schenkungsteuer. Da diese nur einmalig bzw. selten erhoben wird, sind die Nachteile hinsichtlich Ermittlungsaufwand und Auswirkungen auf Betriebe begrenzt. Sie kann und sollte aber maßgeblich dabei helfen, echte Chancengerechtigkeit herzustellen, indem die Länder in gute Bildung für alle investieren. Das ist doch die soziale Spaltung, die wir vor allem bekämpfen müssen und für die die Vermögenden eine besondere Verantwortung haben.
Dieser Beitrag ist in gekürzter Fassung in der FAZ vom 18. Juli 2016 erschienen.

Meeting with Sergei Ivanov and Anton Vaino

MIL OSI – Source: President of Russia – The Kremlin – English – Press Release/Statement

Headline: Meeting with Sergei Ivanov and Anton Vaino

President of Russia Vladimir Putin: Mr Ivanov, we have been working together for many years, and working successfully. I am pleased with your performance in the areas you have supervised. I remember very well our agreement when you asked me
to not extend your appointment as Chief of Staff of the Presidential
Executive Office for over four
years, and I respect your wish to employ your expertise in another line of work. I do hope that your knowledge and experience will be useful for efficient
performance in your new job.Mr Vaino has been your deputy for several years now and also quite successfully. Mr Ivanov recommended you as his
successor in the post of Chief of Staff of the Presidential Executive
Office. I would like to offer this job to you.I hope you will do your best for the Executive Office to continue operating as productively as before and with great
professionalism. I would like to see as little bureaucracy as possible and a more
hands-on approach to solving everyday problems faced by the Executive Office, as well as in the key areas of economic development and social issues.Sergei Ivanov Ivanov SergeiSpecial Presidential Representative for Environmental Protection, Ecology and Transport : Mr
President, first I would like to thank you for your high regard of the work I have done over the past 17 years.Indeed, in early 2012, you and I had a conversation, where I asked to entrust me with this difficult, even troublesome
area of ​​work for four years. It so happened that I headed the Presidential
Executive Office for four years and eight months.I recently looked up some historical
facts. The Presidential Executive Office turned 25 years old; I served as the 11th chief of staff, and to my surprise I found I broke a record by serving for as long as four years and eight months.I will do my best to work as actively,
dynamically and, most importantly, effectively in my new position.Vladimir Putin: Thank
you.Anton Vaino Vaino AntonChief of Staff of the Presidential Executive Office : Thank
you for your confidence, Mr President. I think the main task of the Executive
Office is to support your work as the head of state. This involves legislative
work, control over the execution of your executive orders and directives,
including the May Executive Orders. Of great importance is also the analytical
work carried out by the Executive Office, such as monitoring and evaluation of internal political processes and socioeconomic issues, and developments on the international arena.I think highly of the work that Mr Ivanov
started on your instruction during his term at the Executive Office. I am
referring to his anti-corruption efforts, improvement of the personnel policy
and the foundations of the state civil service.We will continue this work in close
cooperation with the Government, both chambers of the Federal Assembly,
regional leaders, public organisations and associations.Sergei Ivanov: I would like to add a few words, if possible.Mr Vaino and I have known each other for a long time, since we both served in the Government under your leadership. We
have talked virtually on a daily basis for almost five years, and I am
absolutely confident that Mr Vaino is more than ready for this work in terms of his leadership skills and professional and personal qualities.Vladimir Putin: Good.Mr Vaino, I wish you success in your new
job. I hope that you will work efficiently, professionally, and vigorously. Apart
from assisting me as the head of state, you will also help your subordinates.
You will make sure that the Executive Office and the Government continue to have the kind of ongoing working contacts that are so
necessary for effective cooperation.I also hope that non-governmental organisations
and associations will see the new Chief of Staff of the Presidential Executive
Office as a reliable partner.Anton
Vaino: Thank you for your trust.

В Химках к реальному сроку лишения свободы осуждён водитель за перевозку пассажиров на автомашине, не отвечавшей требованиям безопасности

MIL OSI – Source: Russia – Prosecutor Generals Office –

Headline: В Химках к реальному сроку лишения свободы осуждён водитель за перевозку пассажиров на автомашине, не отвечавшей требованиям безопасности

Московский областной суд оставил без изменения обвинительный приговор Химкинского городского суда по уголовному делу в отношении гражданина Республики Узбекистан Акбара Кабулова. Он признан виновным в совершении преступления, предусмотренного ч. 1 ст. 238 УК РФ (оказание услуг, не отвечающих требованиям безопасности жизни или здоровья потребителей).

Суд установил, что Кабулов, не имея водительского удостоверения соответствующей категории, осуществлял массовую перевозку пассажиров (более 8 человек) на автомобиле «Фиат Дукато» от станции метро «Речной вокзал» г. Москвы до микрорайона Левобережный г. Химки Московской области.

В ноябре 2015 года автомобиль Кабулова, в салоне которого находилось 20 человек, был остановлен сотрудниками ОГИБДД УМВД России по городскому округу Химки.

При осмотре транспортного средства было установлено, что в его конструкцию внесены изменения, не согласованные с органами ГИБДД. В автомашине отсутствовали ремни безопасности, поручни установлены кустарным способом, не имелось доступа к задней распашной двери.

Согласно заключению эксперта перевозка пассажиров в данном транспортном средстве создавала угрозу для их жизни и здоровья людей.

По приговору суда Кабулову назначено наказание в виде 6 месяцев лишения свободы с отбыванием в исправительной колонии строгого режима.

Не согласившись с решением, он обжаловал его в вышестоящей инстанции, однако Московский областной суд оставил приговор Химкинского городского суда без изменения. 

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СПбГУ и Городской университет Гонконга расширят соглашение об академическом обмене

MIL OSI – Source: Saint Petersburg State University in Russian – Press Release/Statement

Headline: СПбГУ и Городской университет Гонконга расширят соглашение об академическом обмене


Санкт-Петербургский государственный университет и Городской университет Гонконга (City University of Hong Kong) расширят соглашение об академическом обмене, действующее уже около пяти лет. Сегодня из Петербурга в Гонконг могут отправиться 3–4 студента в год (и столько же приезжают в первый университет России), в ближайшее время количество участников программы обмена будет увеличено в несколько раз.



Такая договоренность была достигнута в ходе визита заместителя декана Колледжа гуманитарных и общественных наук Городского университета Гонконга профессора Хон Чана в Петербург. На встрече с заместителем ректора по международной деятельности СПбГУ Сергеем Владимировичем Андрюшиным был обсужден широкий спектр возможностей по развитию сотрудничества двух университетов.


Татьяна Владимировна Черниговская, заведующая кафедрой проблем конвергенции естественных и гуманитарных наук, заведующая лабораторией когнитивных исследований СПбГУ, отметила, что у Петербургского университета большой опыт создания и реализации образовательных программ на иностранных языках. Так, только по направлению «Свободные искусства и науки» в СПбГУ реализуется три программы магистерского уровня на английском языке: Art Criticism, Cognitive Studies, Curatorial Research. (В СПбГУ реализуются программы магистратуры на английском, немецком, французском, испанском и итальянском языках. Информация о всех магистерских программах, на которые Университет ведет прием в 2016/17 учебном году, доступна на сайте Приемной комиссии.)


Профессор Хон Чан отметил, что его вуз заинтересован в направлении своих студентов в СПбГУ на обучение не только по программам направления «Свободные искусства и науки», но и по другим направлениям: физика, математика, социология, международные отношения. Также гонконгский университет готов улучшить условия по приему российских студентов — им компенсируют расходы на проживание, а также прочие расходы.


Еще одно перспективное направление для сотрудничества — участие гонконгских студентов в летних школах, проходящих в Петербургском университете. В ближайшее время информация обо всех летних и зимних школах СПбГУ, курсах и программах на английском языке, а также Научном парке будет направлена представителям гонконгского университета и они смогут выбрать наиболее интересные проекты и образовательные программы, сообщил Сергей Владимирович Андрюшин.


Для информации:


Городской университет Гонконга (City University of Hong Kong) был основан в 1984 году как политехнический городок Гонконга, а в 1994 году получил статус университета после прохождения соответствующей аккредитации. Университетский кампус находится в городе Коулун Тонг (Kowloon Tong).


Согласно рейтингу QS University Rankings: Asia в 2016 году входит в десятку лучших университетов Азии, а также занимает четвертую строчку в рейтинге 50 университетов мира, основанных менее 50 лет назад, составленном QS.


См. также:

„Eine offene Suche“ Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) im Interview mit der Wochenzeitung „Das Parlament“

MIL OSI – Source: Deutschland Bundesregierung – Press Release/Statement

Headline: „Eine offene Suche“ Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) im Interview mit der Wochenzeitung „Das Parlament“

Vorabmeldung zu einem Interview in der nächsten Ausgabe der Wochenzeitung„Das Parlament“ (Erscheinungstag: 15. August 2016)- bei Nennung der Quelle frei zur sofortigen Veröffentlichung -Nach Ansicht des Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) bedeuten die jüngst vorgelegten Empfehlungen der Endlager-Kommission einen „Neuanfang“ bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfallstoffe. Die politische Vorfestlegung auf den Standort Gorleben habe nun keinen Bestand mehr, außerdem solle es einen erweiterten Rechtschutz für Bürger geben, erklärte Trittin im Interview mit der Wochenzeitung „Das Parlament“ (Erscheinungstag der Themenausgabe „Das strahlende Erbe – Die Atomkraft und ihre Bewältigung“: 15. August).Trittin, der zuletzt Ko-Vorsitzender der Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernausstiegs war, verteidigte zudem den Vorschlag des Gremiums, wonach die Atom-Konzerne 23,34 Milliarden Euro an den Staat für Zwischen- und Endlagerung überweisen sollen. „Damit haben wir ein sehr viel höheres Maß an Sicherheit für diesen Teil der Entsorgung“, sagte der Grünen-Politiker. Die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung sei dann nicht mehr an das Schicksal der Unternehmen gebunden und geschützt vor Umgestaltungen oder Insolvenzen. „Und mit dem Risikoaufschlag sichern wir uns gegen Kostensteigerungen ab.“ Zudem müssten die Unternehmen die Kosten für den Rückbau der Kraftwerke und die Behälter von rund 60 Milliarden Euro bis etwa zum Jahr 2040 zusätzlich zahlen.Insgesamt erlebe die Welt gerade „einen gigantischen Boom sauberer Energien“, betonte Trittin. Zwei Jahre infolge seien mehr erneuerbare Kapazitäten ans Netz gegangen als fossile, „und alle Prognosen sagen, dass das noch mehr werden wird“. Der frühere Bundesumweltminister zeigte sich zudem überzeugt, dass „überall dort, wo Markt und Wettbewerb herrschen“, Atomkraft keine Chance haben werde. So gehe auch in der Europäischen Union die absolute Menge an produziertem Atomstrom zurück.Das Interview im Wortlaut: Nach Jahrzehnten der Auseinandersetzung um Gorleben hat die Endlager-Kommission nach zweijähriger Arbeit ihre Empfehlungen vorgelegt. Wie beurteilen Sie die Arbeit des Gremiums?Ich freue mich, dass es zu einem fast einstimmigen Ergebnis gekommen ist. Alle Grünen in der Kommission haben diesen Prozess konstruktiv mitgestaltet. Die politische Vorfestlegung auf den Standort Gorleben hat nun keinen Bestand mehr. Das ist jetzt tatsächlich der Neuanfang der Endlager-Suche.Anti-AKW-Initiativen kritisieren aber, dass Gorleben weiterhin im Verfahren ist.Bisher hatten wir immer nur einen Standort, nämlich Gorleben, erkundet, jetzt gehen wir aber von einer weißen Landkarte und einem offenen Such-Verfahren aus. Damit wird die Suche ohne Vorfestlegung begonnen. Sollte man von einer weißen Landkarte vorab Teile rausnehmen? Nein! Dann hätten andere Regionen das auch für sich beansprucht. Zudem gibt es zwei wesentliche Neuerungen, was die Einlagerung des radioaktiven Mülls angeht: Erstens wird bei der Einlagerung in allen Wirtsgesteinen grundsätzlich dieselbe Temperatur von 100 Grad gefordert. Damit ist die Vorfestlegung auf Salz als Wirtsgestein beendet. Zweitens ist in dem Bericht ausdrücklich festgehalten, dass ein Deckgebirge ein hohes Maß an zusätzlichem Schutz bedeutet. Genau das gibt es in Gorleben aber nicht. Außerdem soll es einen erweiterten Rechtschutz für Bürger geben. Das ist eine echte Verbesserung.Nach Vorschlägen der Kommission zur Finanzierung des Atomausstiegs sollen die Konzerne 23,34 Milliarden Euro an den Staat für Zwischen- und Endlagerung überweisen. Ist es nicht etwas voreilig, sich auf einen Betrag festzulegen?Dieses entspricht den tatsächlichen Kosten zu den heutigen Preisen. Damit haben wir ein sehr viel höheres Maß an Sicherheit für diesen Teil der Entsorgung. Die Finanzierung der Zwischen- und Endlagerung ist dann nicht mehr an das Schicksal der Unternehmen gebunden und geschützt vor Umgestaltungen oder Insolvenzen. Und mit dem Risikoaufschlag sichern wir uns gegen Kostensteigerungen ab. Das ist aber nicht alles. Die Kosten für den Rückbau der Kraftwerke und die Behälter von rund 60 Milliarden Euro bis etwa zum Jahr 2040 müssen die Unternehmen zusätzlich zahlen. Dafür müssen sie weiter Rückstellungen bilden und diese nun auch mit Unternehmens-Vermögen unterlegen. Die Verbraucher mussten über die Stromkosten jahrzehntelang die Atom-Konzerne unterstützen. Wir haben das Risiko verringert, dass die Steuerzahler am Ende noch einmal bezahlen müssen.Die Energiekonzerne fürchten derweil um ihren wirtschaftlichen Bestand. Besteht die Gefahr, dass sie am Ausstieg wirtschaftlich zugrunde gehen?Die Energiekonzerne haben mindestens drei große Kernprobleme. Erstens die nuklearen Altlasten. Dafür haben wir eine Lösung gefunden, die für sie tragbar und für die Gesellschaft von Vorteil ist. Zweitens werden gerade alle Energieversorgungsunternehmen weltweit bei den Ratingagenturen heruntergestuft. Ursachen sind beispielsweise die rasante Entwicklung der erneuerbaren Energien und gleichzeitig gefallene Rohstoffpreise. Hinzu kommt in Deutschland ein hausgemachtes Problem: Die Unternehmen haben sich über zehn Jahre geweigert, in erneuerbare Energie zu investieren. Das kann man von außen nicht auffangen, da müssen sie selbst durchkommen. Der Staat darf nicht für Dinge in Haftung genommen werden, die die Unternehmen frei entschieden haben. Ich glaube übrigens, dass es die meisten Unternehmen schaffen werden.Als Umweltminister haben Sie den Atomkonsens ausgehandelt, kürzlich zudem die Sicherung der Finanzierung des Atomausstiegs. Fühlen Sie sich in der Atomkraft-Debatte eigentlich als Sieger? Die Anti-AKW-Bewegung und ihre Mitglieder bei den Grünen konnten die Gesellschaft überzeugen, dass der bisherige Weg nicht nachhaltig war. Es ging aber nie nur um den Ausstieg aus der Atomkraft, sondern auch um den Einstieg in die erneuerbaren Energien. Damit haben wir uns in Deutschland durchgesetzt, aber wir sind nicht allein. Wenn ich mir die Märkte der Welt anschaue, so erleben wir gerade einen gigantischen Boom sauberer Energien. Zwei Jahre infolge sind mehr erneuerbare Kapazitäten ans Netz gegangen als fossile und alle Prognosen sagen, dass das noch mehr werden wird.In Schweden will man wieder auf Kernkraft setzen, in Japan werden Laufzeitverlängerungen diskutiert und die Chinesen bauen kräftig neue Meiler…In der Europäischen Union geht die absolute Menge an produziertem Atomstrom zurück. Der relative Anteil sinkt dank des Ausbaus der Erneuerbaren sogar noch schneller. Überall dort, wo Markt und Wettbewerb herrschen, wird Atomkraft keine Chance haben. Es rentiert sich nicht. Wo auf Atomkraft gesetzt wird, geschieht das mit massiven staatlichen Subventionen, wie zum Beispiel im britischen Atomkraftwerk Hinkley Point C. China ist das einzige Land, in dem ein signifikanter Neubau stattfindet. Aber auch China setzt beim Zubau noch stärker auf erneuerbare Energien. Und je stärker ihr Anteil wird, desto schwieriger wird die Rolle von Nuklearenergie im Energiemix. Das ist die Lektion, die wir gerade in Deutschland lernen. In Japan wurden nach Fukushima 50 Atomkraftwerke stillgelegt. Fünf davon konnten jetzt mit vielen Verrenkungen wieder ans Netz gehen. Das für eine Renaissance der Atomenergie zu halten, setzt viel Zweckoptimismus, man könnte auch sagen Verzweiflung, voraus.Wie beurteilen Sie die Energiewende in Deutschland?Die derzeitige Blockade der Bundesregierung verhindert, dass wir das volle Potential der ökologischen Modernisierung unserer Wirtschaft ausschöpfen. Schlecht aufgestellt sind wir bei der Energiewende beispielsweise im Bereich Wärme und Mobilität. Wenn wir jedes Jahr drei Prozent unseres Gebäudebestandes energetisch sanieren würden, könnten wir 2030 so viel Gas einsparen, wie wir zurzeit aus Russland pro Jahr importieren. Das wäre doch mal was für die Energieunabhängigkeit und fürs Klima. Die größte wirtschaftliche Herausforderung gibt es im Automobilbereich. Wir müssen hier zehn Jahre in der Technologieentwicklung nachholen. Diesel-PKW haben auf den Märkten der Welt keine Chance. Wir subventionieren diese Technologie aber über geringe Verbrauchssteuern und haben deswegen anhaltend schlechte Klimaschutzwerte. Diese wirtschafts- und klimaschädlichen Subventionen gehören abgeschafft.Im Strombereich ist die Energiewende bereits ein Erfolg: Wir hatten mal einen Atomstromanteil von 27 Prozent, heute liefern wir 33 Prozent aus erneuerbaren Energien. Im Bereich der Stromerzeugung sind viele Unternehmen und Arbeitsplätze entstanden – zeitweise mehr als 400.000. Jetzt müssen wir mit den Folgen dieses Erfolgs fertigwerden.Was meinen Sie damit?Erneuerbare Energien liefern an guten Tagen sehr viel mehr Strom als an Durchschnittstagen: An Pfingsten hatten wir 110 Prozent Stromerzeugung aus Erneuerbaren, am Muttertag 80 Prozent. Überkapazitäten, die wir im Bereich der Atomkraft haben, müssen eher schneller als später vom Netz gehen, vermute ich. Außerdem müssen wir an die Vergütung ran. Erneuerbare sind keine Nischen-Technologie mehr und müssen anders gefördert werden. Der nun vorgeschlagene Weg über Ausschreibungen ist nicht völlig verkehrt. Den muss man aber anders gestalten, als es die Bundesregierung macht, die auf viel Bürokratie und ganze zehn Ausbaudeckel für saubere Energien setzt.Das Interview führten Eva Bräth und Sören Christian ReimerAuch unterwegs aktuell informiert mit der kostenlosen App “Deutscher Bundestag” und unter m.bundestag.de.

Рабочий визит Виталия Мутко в Санкт-Петербург

MIL OSI – Source: Russia Ministry of Sport – Press Release/Statement

Headline: Рабочий визит Виталия Мутко в Санкт-Петербург

Сегодня, 12 августа, министр спорта Российской Федерации Виталий Мутко находится с рабочим визитом в Санкт-Петербурге с целью осмотра мест проведения Кубка Конфедераций 2017 года и Чемпионата мира по футболу 2018 года.

В частности глава Минспорта России, председатель Оргкомитета «Россия-2018» побывал на территории строящегося стадиона в западной части Крестовского острова.

«Стадион в Санкт-Петербурге для нас является основным для проведения Кубка Конфедераций и одним из ключевых для проведения Чемпионата мира, – подчеркнул В. Мутко. – Здесь будут проводиться самые главные матчи Кубка Конфедераций, матч открытия, сборная России будет тут играть. У нас у всех тревога о том, чтобы стадион был введён вовремя. Мы сейчас ещё раз посмотрели все, что сделано на данный момент. Несмотря на тревогу, которая продолжает присутствовать, у нас появляется больше уверенности, что эти работы будут выполнены в те сроки, которые заявлены городом. Мы видим, что работы идут интенсивно».

Ранее стало известно, что компания «Метрострой» признана победителем торгов на завершение строительства стадиона в западной части Крестовского острова, стоимость контракта составит около 5,4 млрд рублей. Эта же компания выиграла торги на благоустройство территории вокруг стадиона, стоимость контракта – 2,4 млрд рублей.

«Новый генподрядчик сегодня есть – это «Метрострой», – сообщил министр, – уважаемая компания в городе и в России. Она никогда не подводила Санкт-Петербург ни по одному объекту, мы в них уверены. Правительство держит под контролем все детали строительства». 

В. Мутко также осмотрел ряд тренировочных площадок города. Кроме того, министр примет участие в праздновании Дня физкультурника на стадионе «Приморец». А вечером посетит футбольный матч между командами «Зенит» и «Ростов» на стадионе «Петровский».

Пресс-служба Минспорта России